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Indonesien: Fähre mit 270 Menschen an Bord gesunken

zuletzt aktualisiert: 11.01.2009 - 13:48

Jakarta (RPO). In Indonesien ist eine Fähre mit mehr als 260 Menschen an Bord verunglückt. Etwa hundert Menschen würden noch vermisst, nachdem die "Teratai Prima" am Sonntagmorgen (Ortszeit) rund 50 Kilometer vor der Küste Sulawesis gesunken sei.

Die Fähre war nach Angaben des Kapitäns in einen Wirbelsturm geraten, das schlechte Wetter erschwerte auch die Rettungsarbeiten, sagte Verkehrsminister Jusman Syafii Djamal der Nachrichtenagentur AFP.

An Bord der "Teratai Prima" befanden sich nach Angaben eines Behördenvertreters rund 250 Passagiere und 17 Besatzungsmitglieder. Bislang seien etwa 150 Unglücksopfer gefunden worden, sagte Verkehrsminister Djamal. Er wisse aber nicht genau, ob sie alle noch leben oder auch Tote geborgen wurden. Rund hundert Menschen wurden demnach noch gesucht. Der Chef der Seefahrtbehörde, General Sunrayo, sagte, bislang seien erst 18 Menschen von Fischern gerettet worden. Die Suche von Rettungsteams der Polizei und der Marine werde durch schlechtes Wetter und hohen Wellengang erschwert.

Der Kapitän des Schiffes, der von Fischern gerettet wurde, berichtete nach Angaben des Verkehrsministers, auf ihrem Weg von der Insel Sulawesi zur Insel Borneo sei die Fähre in einen Zyklon geraten. Das Schiff war nach Behördenangaben rund 50 Kilometer vor der Küstenstadt Majene auf Sulawesi unterwegs, als am Sonntag gegen 02.00 Uhr Ortszeit (Samstag 19.00 Uhr MEZ) der Kontakt zu ihm abbrach.

Ein Überlebender des Unglücks sagte dem örtlichen Fernsehsender TVOne, vor dem Untergang seien vier Meter hohe Wellen über der Fähre zusammengeschlagen. "Ich war mit meiner Frau und meinem Kind unterwegs...ich weiß nicht, wo sie sind." Nach Informationen des Senders waren nur drei Rettungsboote an Bord der Fähre.

In Indonesien, das aus insgesamt 17.000 Inseln besteht und von 234 Millionen Menschen bevölkert wird, sind Fähren wichtige Transportmittel. Fährunglücke sind häufig und wurden oft mangelnden Sicherheitsvorkehrungen zugeschrieben. Im Dezember 2006 waren mehr als 500 Menschen ums Leben gekommen, als eine Fähre vor der Insel Java in einen Sturm geriet und sank.

Quelle: AP

 
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