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Schweiz
Fahndung nach möglichen Attentätern in Genf dauert an

Fotos: Terrorfahndung in Genf
Fotos: Terrorfahndung in Genf FOTO: dpa, sdn bjh lb
Genf . Auch am Freitag wird in der Schweizer UN-Stadt nach mindestens vier potenziellen Attentätern gefahndet. Die Alarmstufe wurde von Stufe drei auf fünf erhöht und blieb am Freitag auch bestehen. 

"Im Moment gibt es keine Veränderung der Sicherheitslage", sagte eine Sprecherin der Sicherheitsbehörden mit Blick auf den am Mittwochabend ausgelösten Alarm. 

Die Schweizer Bundesanwaltschaft hatte am Donnerstag erklärt, sie habe am Mittwoch ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, "um ein terroristisches Ereignis zu verhindern". Die Sicherheitsbehörden hatten von einer "konkreten" Bedrohung gesprochen, und die Polizei hatte Fotos von vier verdächtigen Islamisten veröffentlicht, die Verbindungen zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) haben und sich im Raum Genf aufhalten sollen.

Name sei nicht bekannt

Die US-Geheimdienste sollen die Schweizer Behörden über die Bedrohung informiert haben. Nach einem Bericht der Zeitung "Le Temps" sollen die US-Ermittler drei islamistische Zellen identifiziert haben - im kanadischen Toronto, in Chicago in den USA sowie in Genf. Der Name der Verdächtigen von Genf sei aber nicht bekannt.

Der UN-Sitz in Genf war am Mittwochabend geräumt und durchsucht worden. Die stark erhöhte Sicherheitspräsenz dauerte am Freitag an, wenn auch etwas geringer als am Donnerstag. Ein Syrien-Treffen am Freitag in Genf, an dem auch Vertreter der USA und Russlands teilnehmen wollten, wurde vom UN-Sitz an einen geheimen Ort verlegt. Zudem rief die US-Botschaft ihre Staatsbürger in Genf zur Wachsamkeit auf.

(lkö/AFP)
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