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Fahrdienst
Uber meldet fünf Vergewaltigungen seit Ende 2012

Fahrdienst Uber meldet fünf Vergewaltigungen seit Ende 2012
Uber steht auch in Deutschland immer wieder in der Kritik. FOTO: ap
San Francisco. Der Fahrdienstvermittler Uber hat nach eigenen Angaben von Ende 2012 bis August 2015 fünf Meldungen von Fahrgästen über Vergewaltigungen bekommen. Außerdem seien in dieser Zeit rund 170 Mal glaubhaft sexuelle Übergriffe gemeldet worden.

Die Stellungnahme war eine Reaktion auf "Buzzfeed" vorliegende Informationen aus Ubers Kundendienst-Systemen, laut denen entsprechende Suchanfragen jeweils über 5800 und 6160 Treffer ergaben. Uber erklärte dazu, diese höhere Zahl ergebe sich unter anderem durch Tippfehler sowie Kundennamen, in denen die Buchstaben-Abfolge "rape" (Vergewaltigung) enthalten sei.

Bekanntester Fall aus Indien

Im bekanntesten Fall hatte Uber den Betrieb in der indischen Hauptstadt Delhi aussetzen müssen, nachdem eine Frau 2014 von einem Fahrer vergewaltigt worden war. Er wurde im vergangenen Herbst zu lebenslanger Haft verurteilt. Uber betonte jetzt, die fünf gemeldeten Vergewaltigungen bedeuteten einen Anteil von 0,0000009 Prozent der Fahrten, und bei den sexuellen Übergriffen sei es ein Fall pro 3,3 Millionen Fahrten.

Das Unternehmen versuche auch, mit der Überprüfung der Fahrer den Betrieb sicherer zu machen. Zugleich schränkte Uber ein, dass die Zahlen aus der Kundendatenbank nicht komplett sein müssen, weil ernsthafte Zwischenfälle oft direkt an Behörden gemeldet würden.

(lukra/dpa)
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