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Vor Farmakonissi
Fünf Flüchtlingskinder ertrinken in der Ägäis

Hintergrund: So läuft das Asylverfahren ab
Hintergrund: So läuft das Asylverfahren ab FOTO: dpa, ua fpt
Athen. Beim Untergang eines Flüchtlingsbootes in der Ägäis sind in der Nacht zum Mittwoch elf Menschen ertrunken, darunter fünf Kinder.

Wie die griechische Hafenpolizei mitteilte, sank das Boot auf dem Weg von der Türkei in Richtung Griechenland nahe der Ägäis-Insel Farmakonissi. Zudem wurde noch rund ein Dutzend Menschen vermisst, während 26 weitere Insassen des Holzbootes gerettet werden konnten.

Am Unglücksort in der südlichen Ägäis werde die Suche nach den Vermissten fortgesetzt, erklärte die Hafenpolizei. Beteiligt waren neben Polizeischiffen auch ein griechischer Armeehubschrauber und ein Patrouillenboot der EU-Grenzschutzbehörde Frontex. Nach Angaben von Augenzeugen ereignete sich das Unglück bei ruhigem Wetter, als Wasser ins Boot lief.

Erst am Dienstag waren sechs afghanische Kinder nahe der türkischen Provinz Izmir ertrunken, als ihr Boot kenterte, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Acht weitere Afghanen seien gerettet worden. Immer wieder ertrinken im Mittelmeer Flüchtlinge, die sich in seeuntüchtigen Booten auf den Weg in die EU machen.

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(felt/AFP)
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