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Indonesien
Fatwa gegen das Rauchen erlassen

Jakarta (RPO). Die indonesische muslimische Organisation Muhammadiyah hat eine Fatwa gegen das Rauchen erlassen. Die mit 30 Millionen Mitgliedern zweitgrößte Muslimorganisation des Landes wolle auch die Regierung auffordern, umgehend das "Anti-Tabak-Rahmenübereinkommen" der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu ratifizieren.

Das berichtete am Mittwoch die Tageszeitung "Jakarta Globe". Yunahar Ilyas, Vorsitzender des Fatwakomitees der Muhammadiyah, setzte Rauchen mit Selbstmord gleich.

"Rauchen beeinträchtigt unseren Körper in einer negativen Weise, indem es uns langsam umbringt. Deshalb ist es Haram, weil der Islam Selbstmord verbietet", sagte er der Zeitung und fügte hinzu, Muhammadiyah plane an Schulen, Universitäten und Krankenhäusern eine Kampagne über die Schädlichkeit des Rauchens.

Die "Indonesische Stiftung für den Verbraucherschutz" begrüßte die Fatwa. Im Januar 2009 hatte auch der "Indonesische Rat der Ulemas", das höchste Gremium des Islam in Indonesien, eine Fatwa gegen das Rauchen in der Öffentlichkeit erlassen.

Indonesien gehört zu jenen vier Mitgliedsstaaten der WHO, die bisher das "Anti-Tabak-Rahmenübereinkommen" nicht unterzeichnet haben. 152 Staaten haben das Abkommen ratifiziert.

(KNA/csr)
 
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