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25 Tote geborgen
Festnahmen nach Einsturz einer Brücke in Indien

Festnahmen nach Einsturz einer Brücke in Indien
Beim Einsturz der Brücke kamen 25 Menschen ums Leben FOTO: ap
Kolkata . Einen Tag nach dem Einsturz einer Hochstraße in Indien gerät die Baufirma ins Visier der Ermittler. Die Zahl der Toten liegt mittlerweile bei 25. 

Nach dem Einsturz einer im Bau befindlichen Hochstraße in der ostindischen Metropole Kolkata sind fünf Mitarbeiter der zuständigen Baufirma festgenommen worden. Nach Angaben der Polizei wurden gegen das Unternehmen Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet und dessen Büros in Kolkata versiegelt. Die Firma wies jede Verantwortung für das Unglück von sich.

Am Donnerstag war ein Teil der Brücke eingebrochen und hatte die darunter liegende Straße unter Tonnen von Beton und Metall begraben. Bis Freitag wurden 25 Tote geborgen. Am Donnerstag konnten die rund 300 Helfer knapp hundert Verschüttete lebend aus den Trümmern holen, doch hatten sie einen Tag später kaum noch Hoffnung, weitere Überlebende zu finden.

Ursache noch nicht geklärt

Was genau den Einsturz verursachte, blieb zunächst unklar. Ein Bauarbeiter berichtete am Donnerstag, beim Betonieren von zwei Stützpfeilern hätten sich Bolzen gelöst, und die Träger seien unter der Last des Zements zusammengebrochen.

Die rund zwei Kilometer lange Hochstraße sollte die notorisch verstopften Straßen von Kolkata entlasten. Ihr Bau wurde 2009 begonnen, doch verzögerte sich die Fertigstellung immer wieder. Offensichtlich hatte die Baufirma mit Geldproblemen zu kämpfen. Der kommunale Abgeordnete Derek O'Brien berichtete, die Baufirma habe einen "schlechten Ruf", in anderen Bundesstaaten stehe das Unternehmen bereits auf der schwarzen Liste.

(crwo/AFP)
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