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Tod eines Kindes gefeiert
Festnahmen nach rechtsextremer "Hass-Hochzeit" in Israel

Tel Aviv. Tanzende Hochzeitsgäste schwenken Waffen und feiern den Tod eines palästinensischen Kleinkinds, festgehalten ist das auf Video. Nach dieser sogenannten "Hass-Hochzeit" rechtsextremer Israelis hat die Polizei mehrere Teilnehmer festgenommen.  

Insgesamt seien vier Gäste der Hochzeit festgenommen worden, darunter der Bräutigam, berichtete der israelische Rundfunk am Mittwoch. Ein Haftrichter habe allerdings die Freilassung eines Mannes angeordnet.

Bei einem Brandanschlag in dem palästinensischen Ort Duma war im Juli ein 18 Monate altes Kind getötet worden. Auch seine Eltern starben später an ihren schweren Verletzungen. Mehrere jüdische Aktivisten sind inzwischen als Tatverdächtige festgenommen worden.

Auf dem Video von der Hochzeit ist unter anderem zu sehen, wie ein Mann immer wieder auf ein Bild des getöteten Palästinenserjungen einsticht. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verurteilte das Verhalten der Hochzeitsgäste als "erschütternd".

Die Armee sieht den tödlichen Anschlag in Duma als einen der Auslöser der jüngsten Gewaltwelle, bei der bisher 21 Israelis und mehr als 140 Palästinenser getötet worden sind. 

(dpa)
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