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Für zwei Wochen abgeschaltet: Feuer in schwedischem Kernkraftwerk

zuletzt aktualisiert: 14.11.2006 - 11:12

Stockholm (RPO). Auf dem Gelände des größten skandinavischen Atomkraftwerks ist in der Nacht ein Feuer ausgebrochen. Kurz nach Mitternacht geriet ein Transformator außerhalb eines Reaktors des schwedischen Kernkraftwerks Rinhals in Brand. Der Reaktor schaltete sich automatisch ab und bleibt für mindestens zwei Wochen vom Netz. Derweil wird nach den Ursachen geforscht.

Wie gefährlich sind Atomkraftwerke? Foto: ddp, ddp

Ein Unternehmenssprecher erklärte, es habe zu keiner Zeit die Gefahr bestanden, dass Radioaktivität entweichen könnte. Die Sicherheitssysteme hätten wie in so einem Fall vorgesehen gegriffen und den 1.000-Megawatt-Reaktor heruntergefahren, erklärte der Sprecher: "Vom Standpunkt der Nuklearsicherheit gesehen, war dies kein bedeutender Vorfall." Der Transformator befinde sich etwa 70 Meter vom Reaktor entfernt.

Verletzte gab es bei dem Feuer nicht. Jetzt bleibt das Kernkraftwerk für mindestens zwei Wochen abgeschaltet. Die Brandursache wird nach Angaben des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall gegenwärtig noch untersucht. Das Atomkraftwerk Ringhals ist größte Reaktor in Skandinavien. Die Anlage befindet sich an der Südwestküste Schwedens 60 Kilometer südlich von Göteborg, nahe der Grenze zu Dänemark.

Bereits Ende Juli war es im schwedischen Kernkraftwerk Forsmark zu einem Zwischenfall gekommen, bei dem die Notstromversorgung zum Teil unterbrochen wurde. Der Vorgang hatte auch in Deutschland die Diskussion über Sicherheitsstandards in Atommeilern wieder neu aufleben lassen.

Quelle: ap

 
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