Mehrere hundert Touristen saßen fest: Feueralarm in Hitlers Ferienhaus
zuletzt aktualisiert: 24.05.2008 - 20:53Berchtesgaden (RPO). Unfreiwillige Gefangene in Adolf Hitlers Ferienhaus auf dem Obersalzberg waren am Samstag Nachmittag mehrere Hundert Touristen und Wanderer. Durch einen Feueralarm im Kehlsteinhaus konnten sie den Berg erst nach mehr als einer Stunde verlassen.
Wie die Traunsteiner Polizei am Samstag mitteilte, wurde der Alarm kurz nach 16.00 Uhr aus noch ungeklärter Ursache im Maschinenraum am Kehlsteinhaus ausgelöst. Deshalb fiel der Aufzug aus, der die Besucher normalerweise von dem gut 120 Meter tiefer gelegenen Busparkplatz zu dem Gebäude bringt. Erst nach mehr als einer Stunde konnten hunderte Menschen, darunter viele Feriengäste aus dem Ausland, den Berg wieder verlassen.
Nach Angaben von Polizeisprecher Fritz Braun waren alle Besucher gefasst und diszipliniert. Um die Menschen zu bergen, habe man Hubschrauber angefordert und damit bereits einige in Sicherheit gebracht. In der Zwischenzeit habe ein Monteur den Lift aber wieder aktivieren können. Außerdem habe die Bergwacht den kleinen Wanderweg zwischen Parkplatz und Kehlsteinhaus vom Schnee befreit und mit Seilen gesichert - etwa 80 Menschen seien dort herabgestiegen.
Zum 1.834 Meter hoch gelegenen Kehlsteinhaus führt die Kehlsteinstraße, die für den Individualverkehr gesperrt ist und auf der nur Busse fahren dürfen. Das Kehlsteinhaus wurde in den 30er Jahren gebaut; im Namen der NSDAP wurde es Adolf Hitler zu seinem 50. Geburtstag geschenkt. Es war als Gästehaus gedacht, wurde wegen des komplizierten Anfahrtsweges aber nur selten genutzt.
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