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Kalifornien
Feuerwehr bringt Brände teilweise unter Kontrolle

Kalifornien : Feuerwehr bringt Brände teilweise unter Kontrolle
Die Feuerwehr kann erste Erfolge verrmelden FOTO: ap
San Bernardino. Die Einsatzkräfte in Kalifornien können endlich einen Durchbruch im Kampf gegen die verheerenden Waldbrände verzeichnen. Dennoch sind viele Gegenden sind zu einer Mondlandschaft geworden.

Ein besonders aggressives Feuer östlich von Los Angeles sei mittlerweile zu mehr als einem Viertel unter Kontrolle, sagte Feuerwehrsprecher Brad Pitassi. Sorgen bereitete den Behörden aber, dass sich immer mehr Bewohner in den gefährdeten Gebieten der Evakuierung widersetzten.

Es sei geplant, die Anzahl der derzeit knapp 1600 Mann starken Einsatzkräfte zu reduzieren, so Pitassi. In einigen Gegenden des rund 90 Quadratkilometer großen Brandgebietes habe das Feuer komplett eingedämmt werden können, weil das Land zu einer Mondlandschaft ausgebrannt sei. Es gebe dort nichts mehr, das brennen könnte, sagte Pitassi. Allerdings bestehe insbesondere im Südosten des Skiortes Wrightwood mit altem Waldbestand die Gefahr neuer Feuerausbrüche.

Anwohner wollen nicht flüchten

Die Feuerwehr klagt darüber, dass Bewohner von gefährdeten Gebieten zunehmend Evakuierungsanordnungen nicht befolgten. In Wrightwood etwa befolgten aktuell nur die Hälfte der mehr als 4500 Einwohner die verbindliche Anweisung der Behörden, den Ort zu räumen. Anstatt sich in Sicherheit zu bringen, blieben viele Hausbesitzer an Ort und Stelle und wählten dann die Notrufnummer, sagte ein Sprecher der US-Forstbehörde, John Miller. "Wir erleben das in diesem Jahr im gesamten Staat", erklärte er. Die Einsatzkräfte könnten aber im Notfall nicht immer alle erreichen, die sich zum Bleiben entschlossen haben.

Ein schnell vorrückendes Flammenmeer verwüstete innerhalb weniger Stunden Nadelwälder im rund 100 Kilometer östlich von Los Angeles gelegenen Wrightwood. Kim Boyle lebt seit zehn Jahren in Wrightwood und hat in dieser Zeit ein halbes Dutzend Waldbrände in der Nähe miterlebt. Sie werde sich erst dann in Sicherheit bringen, wenn das Feuer die Stadt erreicht habe, sagte Boyle. "Und ich glaube, das gilt für eine Menge Leute hier, denn sie haben das so oft mitgemacht."

Feuerwehrmann Robert Allen aus San Diego sagte, Einsatzfahrzeuge hätten schon hinter den Wagen von Menschen festgesteckt, die mit ihrer Flucht bis zur letzten Minute gewartet hätten. "Ich kann ihre Gefühle verstehen, aber gleichzeitig entsteht dadurch eine Gefahr." In Kalifornien und einigen anderen US-Staaten gilt es zwar als Straftat, Zwangsevakuierungen nicht Folge zu leisten. Solche Straftaten werden aber laut Anwaltskammer selten verfolgt.

(crwo/ap)
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