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Gefängnis in Serbien: Flucht von Milosevic-Freund vereitelt

zuletzt aktualisiert: 16.02.2009 - 21:13

Belgrad (RPO). Ein Vertrauter des früheren serbischen Präsidenten Slobodan Milosevic ist mit einem Fluchtversuch aus einem serbischen Gefängnis gescheitert. Er hatte einen Herzinfarkt vorgetäuscht, um auf dem Weg ins Krankenhaus zu entwischen.

Aufmerksame Wachleute konnet seine Flucht aus dem Belgrader Hochsicherheitsgefängnis verhindern. Der frühere "Rote Barette"-Chef Milorad Ulemek habe während eines Transportes in ein Krankenhaus fliehen wollen, teilte das Justizministerium am Montag mit. Medienberichten zufolge hatte er seinen Blutdruck mit Hilfe von Medikamenten in die Höhe getrieben.

Nach Behördenangaben entdeckten die Gefängnisaufseher in Ulemeks Zelle einen Pistolennachbildung, die er vermutlich während der Fahrt ins Krankenhaus benutzen wollte. Der Transport sei dann wegen des "extremen Risikos" abgesagt worden.

Ulemek, der auch unter dem Kampfnamen "Legija" bekannt wurde, war vor zwei Jahren als Drahtzieher des Mordanschlags auf den früheren serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic zu 40 Jahren Haft verurteilt worden. Außerdem hatte er bereits früher eine 40-jährige Haftstrafe wegen seiner Verwicklung in die Ermordung des Expräsidenten Ivan Stambolic im Jahr 2000 erhalten. Zudem erhielt er 15 Jahre Haft für seine Rolle in einem Anschlag auf Oppositionsführer Vuk Draskovic 1999.

Ulemek ist der am schärfsten bewachte Häftling Serbiens. Er hat wiederholt über die Medien angekündigt, er werde eines Tages aus seinem Gefängnis fliehen. Milosevic war 2000 gestürzt worden. Er starb 2006 während seines Prozesses vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag an einem Herzanfall.

Quelle: AP

 
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