| 11.36 Uhr

71 Tote an österreichischer Grenze
Flüchtlinge im Lkw: Alle Opfer identifiziert

Österreich: Lkw mit toten Flüchtlingen entdeckt
Österreich: Lkw mit toten Flüchtlingen entdeckt FOTO: dpa
Eisenstadt. Drei Monate nach der Flüchtlingstragödie an der österreichisch-ungarischen Grenze mit 71 Toten in einem Lkw haben die Ermittler in Österreich ihre Arbeit abgeschlossen. Nach Angaben der Polizei konnten 69 Leichen eindeutig identifiziert werden.

Unter den Toten sind 28 Menschen aus dem Irak, 21 aus Afghanistan, 15 aus Syrien und fünf aus dem Iran. In dem luftdicht verschlossenen Kühl-Lastwagen sei auch eine sechsköpfige Familie aus Afghanistan erstickt, sagte Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil am Donnerstag in Eisenstadt.

Die Menschen hatten nach dem Obduktionsbericht keine Überlebenschance in dem Lastwagen. Die Luft in dem Transporter habe nur für eine halbe bis dreiviertel Stunde gereicht.

Am 27. August waren an der Autobahn bei Parndorf die Leichen der Menschen in einem Kühl-Transporter entdeckt worden. Fünf Verdächtige, vier aus Bulgarien und einer aus Afghanistan, sitzen in Ungarn in Untersuchungshaft. Dort wird auch der Prozess geführt werden, da die Flüchtlinge nach den Ermittlungen auf ungarischem Staatsgebiet starben.

Liebe Leserinnen und Leser,
Ihre Meinung zu RP Online ist uns wichtig. Anders als sonst bei uns üblich gibt es allerdings an dieser Stelle keine Möglichkeit, Kommentare zu hinterlassen. Zu unserer Berichterstattung über die Flüchtlingskrise haben wir zuletzt derart viele beleidigende und zum Teil aggressive Einsendungen bekommen, dass eine konstruktive Diskussion kaum noch möglich ist. Wir haben die Kommentar-Funktion bei diesen Themen daher vorübergehend abgeschaltet. Selbstverständlich können Sie uns trotzdem Ihre Meinung sagen – per Facebook oder per E-Mail.

(lsa/dpa)