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Zwei Monate alter Säugling
Flüchtlingsbaby stirbt kurz nach Ankunft in Griechenland

Athen. Wenige Stunden nach der Flucht von der Türkei über das Mittelmeer nach Griechenland ist ein Flüchtlingsbaby gestorben. Der zwei Monate alte Säugling starb nach Behördenangaben am Samstag in einer Krankenstation der griechischen Insel Agathonissi. Zur Todesursache wurden zunächst keine Angaben gemacht.

Auf der Insel Lesbos kam es unterdessen am Abend zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Flüchtlingen, die auf ein Schiff zum griechischen Festland gelangen wollten. Nach Polizeiangaben setzten die Sicherheitskräfte Tränengas ein, um tausende Flüchtlinge zurückzudrängen. Ein Flüchtling wurde verletzt. Zuvor hatten am Samstag hunderte Flüchtlinge vor dem größten Aufnahmezentrum auf Lesbos gegen die lange Dauer der Registrierungsverfahren demonstriert. Polizisten wurden dabei mit Steinen beworfen.

Die Ägäis-Inseln nahe der türkischen Küste verzeichnen seit Wochen einen starken Anstieg der Flüchtlingszahlen. Die Behörden der Inseln sind völlig überfordert mit der Versorgung und Unterbringung der Ankömmlinge, die daher oft tagelang im Freien übernachten müssen. Auch der Transport auf das griechische Festland verläuft vielfach unorganisiert und erst nach langer Verzögerung.

(AFP)
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