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Neues Drama
Flüchtlingskind stirbt im Mittelmeer vor Kos

Flüchtlinge erreichen griechische Insel Lesbos
Flüchtlinge erreichen griechische Insel Lesbos FOTO: dpa, fs sh
Athen. Auf dem Mittelmeer kommt es in der Flüchtlingskrise weiter zu Dramen. Die griechische Küstenwache rettete in der Nacht zum Donnerstag 14 Menschen aus den Fluten vor der Insel Kos. Für ein Flüchtlingskind kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Ein weiteres Kind werde vermisst, teilte die Küstenwache mit. Das Flüchtlingsboot war wenige hundert Meter vor der Küste wegen starken Seegangs gekentert. Der Vorfall ereignete sich, während sich aktuell EU-Parlamentspräsident Martin Schulz in Griechenland ein Bild von der Lage der Flüchtlinge macht.

Ein Streik der Seeleute verschärft die Lage: Mehr als 25 000 Flüchtlinge sitzen auf Inseln der Ostägais fest, weil keine Fähren zum Festland fahren. Allein auf Lesbos sollen nach Schätzungen 15 000 Menschen im Hafen von Mytilini auf ein Schiff warten. Auf Samos hat das Militär die Verpflegung von 5000 Gestrandeten übernommen, weil die Kommunalverwaltung die Versorgung nicht mehr gewährleisten kannt.

Noch am Donnerstag will Schulz sich in Lesbos ein Bild von der Lage der Flüchtlinge machen. Gemeinsam mit dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras wird er ein Registrierzentrum auf der Insel besuchen.

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(hebu/dpa)
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