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Flug MH370 verschwand vor zwei Jahren
Hinterbliebene klagen gegen Boeing

Fotos: Metallteil auf La Réunion entdeckt
Fotos: Metallteil auf La Réunion entdeckt FOTO: afp, NB
Kuala Lumpur. Vor zwei Jahren verschwand die Boeing 777 der Malaysia Airlines, Flug MH370. Erstmals haben nun Angehörige eines Passagiers in den USA eine Klage gegen den Flugzeugbauer eingereicht. Die Behörden beteuern nach wie vor, es gebe Hoffnung, die Maschine zu finden. 

Die Familie des US-Passagiers Philip Wood argumentiert, dass die Boeing 777 Mängel aufgewiesen habe, und verlangt eine Entschädigung, wie aus den kürzlich veröffentlichten Gerichtsdokumenten hervorgeht.

So habe eine Technologie gefehlt, um das Flugzeug in Echtzeit zu lokalisieren. Zudem seien die Flugschreiber unter Wasser nicht zu orten gewesen. Den Angaben zufolge wurde die Klage in der vergangenen Woche bei einem Gericht in Chicago eingereicht, wo der Boeing-Konzern seine Zentrale hat.

Flug MH370 war am 8. März 2014 auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking mit 239 Menschen an Bord aus bislang ungeklärter Ursache von den Radarschirmen verschwunden. Experten vermuten, dass die Passagiermaschine vom Kurs abwich und nach stundenlangem Flug mit leerem Tank in den südlichen Indischen Ozean stürzte. Trotz einer großangelegten Suchaktion wurde das Flugzeugwrack aber bisher nicht gefunden.

Ende der Suche für Juli vorgesehen

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Unmittelbar vor Ablauf einer Zweijahresfrist, nach der Schadenersatzansprüche bei Flugunfällen verjähren, wurden in den vergangenen Tagen Klagen im Namen von mehr als hundert Angehörigen unter anderem in den USA, Malaysia, China und Australien eingereicht.

Die von Australien koordinierte Suche im Indischen Ozean soll nach bisherigen Planungen im Juli eingestellt werden, falls sie bis dahin keine neuen Ergebnisse bringt. Die australische Regierung und Malaysias Ministerpräsident Najib Razak erklärten zum Jahrestag des MH370-Unglücks jedoch, sie seien nach wie vor "hoffnungsvoll", das Wrack doch noch aufzuspüren.

Bisher wurde nur eine Flügelklappe der Maschine im Juli 2015 auf La Réunion angeschwemmt. Zwei weitere Wrackteile, die in den vergangenen Tagen gefunden worden waren, müssen noch von den Experten analysiert werden.

(pst/AFP)
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