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Anschlag in Istanbul
Flughafen-Opfer suchte Sohn beim IS

Flughafen-Opfer vom Attentat in Istanbul suchte Sohn beim IS
Bei dem Anschlag am Flughafen starben 42 Menschen FOTO: afp, KLC
Tunis . Ein bei dem Terroranschlag in Istanbul getöteter Tunesier war in der Türkei, um seinen Sohn freizubekommen. Der sitzt unter dem Verdacht der Mitgliedschaft bei der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Haft.

Tunesische Regierungsvertreter sagten der Nachrichtenagentur AFP, der Arzt Fathi Bayoudh habe es nach Monaten schließlich geschafft, seinen Sohn zur Rückkehr zu bewegen. Er habe am Atatürk-Flughafen auf die Ankunft seiner Frau gewartet, als der Anschlag geschah.

Ein tunesischer Außenamtsvertreter sagte der Nachrichtenagentur, der Sohn sei nach Syrien und in den Irak gereist und schließlich in türkische Haft geraten. Ein Diplomat sagte dem tunesischen Radiosender Mosaique FM, Bayoudhs Sohn werde verdächtigt, sich der IS-Miliz in Syrien angeschlossen zu haben. Die Türkei macht die Extremistengruppe für den blutigen Anschlag verantwortlich, bei dem 41 Menschen getötet und 239 weitere verletzt worden waren.

Mehrere Häuser in Istanbul wurden von der türkischen Polizei mittlerweile durchsucht. Die Razzien hätten sich gegen die Terrormiliz IS gerichtet, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu. Es blieb offen, ob es Festnahmen gab und ob die Polizeiaktion im direkten Zusammenhang mit dem Anschlag stand.

(crwo/AFP)
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