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Sohn von Modemacher Missoni an Bord
Flugzeug in Venezuela weiter verschollen
Sohn von Modemacher Missoni an Bord: Flugzeug in Venezuela weiter verschollen
Mit diesem Hubschrauber wird nach der Maschine und den verschollenen Insassen gesucht. FOTO: dpa, Cristobal Salazar , Salvage And
Caracas/Rom. Vor der venezolanischen Küste haben Rettungsmannschaften am Wochenende die Suche nach dem verschollenen Kleinflugzeug des italienischen Modeunternehmers Vittorio Missoni fortgesetzt.

Die Maschine vom Typ BN-2 Islander war am Freitag beim Flug von der Inselgruppe Los Roques in die Hauptstadt Caracas von den Radarschirmen verschwunden und gilt seitdem als vermisst. Neben Missoni befanden sich seine Frau, zwei italienische Freunde und zwei venezolanische Besatzungsmitglieder an Bord.

"Wir halten an einem Hoffnungsschimmer fest", sagte Oswaldo Scalvenzi, ein Verwandter einer Freundin Missonis, die sich an Bord des Flugzeugs befand, am Samstagabend im italienischen Staatsfernsehen. "Bis wir das Wrack sehen", habe seine Familie noch Hoffnung.

Küstenwache beteiligt

Bei der Suche nach der zweimotorigen Maschine setzten die Rettungsmannschaften ein Flugzeug und einen Hubschrauber ein. Auch die venezolanische Küstenwache war an dem Einsatz beteiligt, wie die nationale Behörde für Zivilluftfahrt mitteilte.

Die BN-2 Islander war am Freitagmorgen um 11.39 Uhr (Ortszeit)
gestartet und sollte 42 Minuten später auf dem internationalen Flughafen von Caracas landen, wie der Präsident der Luftfahrtbehörde, Francisco Paz Fleitas, sagte. Nach Angaben der Behörde befand sich das Flugzeug rund 18 Kilometer südlich von Los Roques, als die Maschine von den Radarschirmen verschwand. Das Ehepaar Missoni und seine Freunde hatten auf der vor Venezuela gelegenen Inselkette Urlaub gemacht.

Der 58-jährige Vittorio Missoni ist der älteste Sohn von Ottavio Missoni, der 1953 das Unternehmen Missoni gründete. Das bei Prominenten beliebte Modehaus ist vor allem für seine geometrischen Muster bekannt. Vittorio Missoni war zuletzt Vorstandsvorsitzender des Unternehmens.

Das im Jahr 1953 gegründete Unternehmen Missoni stellt unter anderem Kleider für Frauen, Männer und Kinder sowie Parfüm her. Es wird inzwischen von Vittorio Missoni, dessen Bruder Luca, der als Technikchef fungiert, und beider Schwester Angela, zuständig für die künstlerische Leitung, geführt.

Vor exakt vier Jahren, am 4. Januar 2008, war laut italienischen Medien schon einmal ein Flugzeug in der Region verschwunden. Die Maschine mit 14 Menschen, darunter acht Italiener, an Bord, war demnach in der Gegenrichtung von Caracas zu den Los-Roques-Inseln unterwegs. Von ihr fehle bis heute jede Spur.

Quelle: AFP/anch
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