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Medienbericht
Flugzeugabsturz: Bundesregierung geht von IS-Anschlag aus

Russische Maschine stürzt über dem Sinai ab - 224 Tote
Russische Maschine stürzt über dem Sinai ab - 224 Tote FOTO: afp, KD/EIS
Berlin. Hinter dem Absturz einer russischen Passagiermaschine auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel vermutet die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge  die Terrororganisation "Islamischer Staat". Alle verfügbaren Informationen sprächen dafür, habe ein hoher Sicherheitsbeamter erklärt.

Der sehr plötzliche Höhenabfall des Flugzeugs, ohne dass die Stimmenrekorder zuvor Unregelmäßigkeiten aufgezeichnet hätten, mache einen Bombenanschlag "sehr plausibel", heißt es in dem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" weiter.

Ähnliche Einschätzungen waren zuvor auch in London und Washington geäußert worden. Internationale Geheimdiensthinweise legten zuletzt nahe, dass der Airbus der sibirischen Airline Kolavia am Samstag vergangener Woche durch einen Sprengsatz an Bord zum Absturz gebracht wurde. Alle 224 Menschen an Bord starben. 

Fotos: Russische Touristen sitzen am Flughafen in Scharm el Scheich fest FOTO: dpa

Die Trümmerteile des Flugzeugs werden derzeit in Ägypten unter Beteiligung internationaler Experten untersucht. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf ein verdächtiges Geräusch unmittelbar vor der Katastrophe. Dieses sei "in der letzten aufgenommenen Sekunde des Flugschreibers gehört" worden, sagte der Chef des Ermittlerteams, Ayman al-Mokadem, am Samstag in Kairo. Die Sequenz müsse nun von Spezialisten untersucht werden. Für Rückschlüsse sei es aber noch zu früh. Ausgeschlossen werde kein Szenario.

Unterdessen sitzen etwa 80.000 russische Touristen in Ägypten fest, weil Russland alle Flüge von und nach Ägypten eingestellt hat.

(lsa/dpa)
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