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Pakistan
48 Menschen sterben bei Flugzeugabsturz

Flugzeugabsturz in Pakistan: Über 40 Tote befürchtet
Das Wrack des abgestürzten Flugzeugs. FOTO: dpa, os pt
Islamabad. Beim Absturz einer Pakistan Airline Maschine sind alle 48 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Das Flugzeug war nach einem Notruf des Piloten vom Radar verschwunden.

Nach offiziellen Angaben ums Leben war die Maschine auf dem Weg von Chitral im Nordenwesten Pakistans in die Hauptstadt Islamabad verunglückt. Die Absturzursache war zunächst nicht bekannt, es werden jedoch technische Problemen vermutet.

Kurz nach dem Start der Propellermaschine vom Typ ATR-42 sei der Kontakt zu dem Flieger abgebrochen, teilte Airline-Sprecher Daniyal Gilani mit. Ihm zufolge befanden sich 42 Passagiere, fünf Besatzungsmitglieder und ein Bodenmechaniker an Bord. Unter den Toten waren auch zwei Österreicher und ein chinesischer Staatsbürger.
Der pakistanische Ministerpräsident Nawaz Sharif äußerte seine "tiefe Trauer" über den Absturz.

PIA-Chef Azam Sehgal sagte am Mittwochabend bei einer Pressekonferenz in Islambad, es gebe keine Überlebenden. Der Pilot habe dem Tower mitgeteilt, dass das Flugzeug technische Probleme habe. Wenig später habe er einen Notruf abgesetzt, dann sei die Maschine vom Radar verschwunden. Der Flugdatenschreiber sei gefunden worden, sagte Sehgal.

Der hochrangige Polizeibeamte Khurram Rasheed erklärte, das Flugzeug sei in einem Dorf nahe der Stadt Havelian rund 75 Kilometer nordwestlich von Islamabad abgestürzt. Der staatliche Fernsehsender Pakistan Television zeigte Bilder von einem riesigen Feuer, das vom Absturzort aufstieg.

Tower verlor Kontakt wenige Minuten vor der Landung

Die Turboprop-Maschine war in Chitral, einem Touristenort in der Nähe der Grenze zu Afghanistan, gestartet und war auf dem Weg in die Hauptstadt Islamabad. Nach Angaben des Sprechers Gilani stürzte sie 75 Kilometer vor Islamabad in der Nähe des Dorfes Saddha Batolini ab. Minuten vor der geplanten Landung in Islamabad ging der Kontakt zu der Maschine verloren, wie die Fluglinie in einer ersten Mitteilung erklärte.

Helfer bergen bisher 21 Tote 

Polizisten in der Nähe des mutmaßlichen Unglücksortes sagten, das Flugzeug sei in bergigem Gelände abgestürzt. Auf Bildern waren brennende Wrackteile zu sehen. Die Armee habe Soldaten und Helikopter mobilisiert, teilte ein Sprecher mit. Bisher seien 21 Tote geborgen worden. Die Absturzstelle ist nur schwer zugänglich.

In Pakistan kommt es immer wieder zu schweren zivilen Luftfahrtunglücken. 2012 starben 127 Menschen beim Absturz eines Flugzeugs der Fluglinie Bhoja Air, 2010 stürzte ein Airbus der Fluglinie Airblue kurz vor der Landung in Islamabad ab. 152 Menschen kamen dabei ums Leben.

(isw/dpa)
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