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Passagiermaschine gekapert: Flugzeugentführer ergibt sich

zuletzt aktualisiert: 24.01.2007 - 13:06

N'Djamena (RPO). Ein Unbekannte hat ein sundanesisches Passagierflugzeug mit 103 Insassen gekapert und entführt. Die Maschine war ursprünglich auf einem Inlandsflug im Sudan unterwegs, schließlich landete sie in der Hauptstadt des Tschad, N'Djamena. Hier hat sich der Entführer ergeben.

Das Flugzeug war am Vormittag in Khartum gestartet und sollte ursprünglich in die westsudanesische Stadt Al Fascher fliegen.

Der Geiselnehmer gab am Flughafen der Hauptstadt N'Djamena freiwillig auf und wurde von den Sicherheitskräften festgenommen. Zuvor hatte er die 95 Passagiere an Bord der Maschine der sudanesischen Fluggesellschaft Air West sowie die acht Besatzungsmitglieder freigelassen.

Der Sudanese war nach Angaben eines sudanesischen Regierungsvertreters mit einer Schusswaffe und einem Messer bewaffnet. Offenbar wollte er politisches Asyl in Großbritannien erwirken.

Die Passagiermaschine war auf dem Weg von der sudanesischen Hauptstadt Khartum nach El Fascher in der Provinz Darfur, als der Entführer das Kommando übernahm. "Er wollte direkt nach Großbritannien fliegen, aber weil das Benzin dafür nicht reichte, willigte er ein, dass der Flug nach N'Djamena umgeleitet wurde", sagte der tschadische Regierungsvertreter.

Nach Angaben von Infrastrukturminister Adoum Younousmi forderte der Geiselnehmer politisches Asyl in Großbritannien und wünschte eine entsprechende Garantie der französischen Botschaft. Die tschadische Regierung lehnte dieses Ansinnen ab.

"Der Mann ist ein Terrorist. Er wird sich vor der tschadischen Justiz verantworten", sagte Yunusmi. Der Tschad grenzt an den Sudan an. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind gespannt. In der Vergangenheit hatten sie sich wiederholt gegenseitig beschuldigt, regierungsfeindliche Rebellen zu unterstützen

Quelle: afp

 
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