Notlandung in Prag: Flugzeugentführung beendet
zuletzt aktualisiert: 28.12.2006 - 11:41Prag (RPO). In Prag ist eine Maschine der Aeroflot notgelandet. Der Pilot hatte zuvor einen Notruf abgesetzt. Die Maschine sollte offenbar entführt werden. Die Polizei musste jedoch nicht eingreifen, da der mutmaßliche Entführer an Bord unter Kontrolle gebracht werden konnte.
Die Aeroflot-Maschine vom Typ Airbus A-320 auf der Route Moskau-Genf machte am Vormittag eine Notlandung in Prag, nachdem die Besatzung eine Notlage an Bord signalisiert hatte, wie die tschechische Polizei mitteilte. Passagiere hätten den Entführer mit Hilfe der Polizei überwältigt, sagte Polizeichef Vladislav Husak.
Nach Angaben des stellvertretenden Aeroflot-Chefs Lew Koschljakow hatte der Täter erklärt, er habe eine Bombe dabei. Vorschriftsgemäß habe die Crew die Genehmigung für eine Notlandung in Prag beantragt. Die örtliche Polizei habe den Täter in Gewahrsam genommen. Nach vorläufigen Erkenntnissen handele es sich um einen "Fall von Rowdytum".
Bei dem Täter habe es sich um einen russischen Staatsangehörigen gehandelt, der sich "unangemessen" verhalten habe, sagte Koschljakow. Russische Nachrichtenagenturen zitierten einen Aeroflot-Vertreter mit den Worten, der angebliche Flugzeugentführer sei betrunken geworden. Nach Angaben tschechischer Medien waren rund 170 Passagiere an Bord des Airbus.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum