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Fotoaktion "Fly"
Vater lässt seinen Sohn "fliegen"

"Fly" - Alan Lawrence lässt seinen behinderten Sohn "fliegen"
Der kleine Wil ist ein Schelm – trotz Down-Syndrom. FOTO: Instagram
Salt Lake City. Alan Lawrences Sohn Wil leidet am Down-Syndrom. Trotzdem ist der kleine Mann für ihn "das Licht der Familie". Nun hat sich der junge Vater eine Aktion überlegt, um auf die Krankheit seines Sohnes aufmerksam zu machen. Er lässt Wil "fliegen".

Als er erfuhr, dass sein neugeborener Sohn am Down-Syndrom leidet, war Alan Lawrence erst einmal geschockt: "Ich war damals emotional total überwältigt", sagte er im Gespräch der britischen Zeitung "Daily Mail". "Die meisten Gedanken waren aber eher düster."

18 Monate später sieht die Welt für die Familie ganz anders aus: Gegenüber dem US-Nachrichtennetzwerk ABC sagte Lawrence: "Wil bringt Licht in unsere Familie." Früher habe er geglaubt, ein Kind mit Down-Syndrom zu haben, würde die Möglichkeiten seiner Familie begrenzen, ihr Leben einschränken. Stattdessen habe Wil alle Begrenzungen außer Kraft gesetzt und ihnen allen so unglaublich viele Türen geöffnet.

Um auf die Krankheit seines Sohnes aufmerksam und um anderen betroffenen Eltern Mut zu machen, überlegte er sich die Fotoaktion "Wil can Fly": Auf seinem Instagram-Profil veröffentlicht Lawrence regelmäßig Fotomontagen, auf denen es so aussieht, als könnte Wil tatsächlich fliegen.

Mal fliegt das Kleinkind vor einem Jogger her, mal scheint der Junge über einigen Hühnern zu schweben. Die Bilder sollen zeigen: Wil ist immer mittendrin statt nur dabei – und das trotz seiner Krankheit.

"Als Wil klein war, lag er immer auf dem Bauch und wedelte so mit den Armen, dass es aussah, als würde er fliegen", erklärt der Vater den Hintergrund der Aktion. "Das war etwas, was meine anderen Kinder nicht getan haben. Alle haben gesagt. Schau mal, er fliegt."

Die Fotos will Alan Lawrence in einem Kalender zusammenfassen und veröffentlichen. Derzeit läuft eine entsprechende Sammlung auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter. Die Hälfte der Einnahmen aus dem Kalenderverkauf will der Vater an Organisationen spenden, die sich mit dem Down-Syndrom beschäftigen.

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