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Arctic Sea Heck panorama, AFP 2009-0818
  Foto: LEHTIKUVA, AFP
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Rätselraten geht weiter: Frachter "Arctic Sea" nach Malta zurückgekehrt

zuletzt aktualisiert: 29.10.2009 - 21:28

Valletta (RPO). Der vorübergehend unter rätselhaften Umständen verschwundene Frachter "Arctic Sea" ist am Donnerstag den Behörden von Malta übergeben worden. Das unter maltesischer Flagge fahrende Schiff lief am Abend in den Hafen der Inselhauptstadt Valletta ein.

Die Hintergründe des Verschwindens des Frachters sind nach wie vor vollkommen unklar, spekuliert wird über einen heimlichen Waffentransport. Das Schiff sei nach der Ankunft an seinen finnischen Besitzer übergeben worden, sagte ein Sprecher der maltesischen Schifffahrtsbehörde. Zuvor hatte die maltesische Polizei den Frachter mehrere Stunden lang vor der Küste der Insel untersucht, wie ein Armee-Sprecher sagte. Dabei seien keine radioaktiven oder giftigen Substanzen entdeckt worden.

Daher hätten die Behörden grünes Licht für das Einlaufen des Frachters in den Hafen gegeben. An Bord habe es zudem "keine Beweise für kriminelle Aktivitäten gegeben". Ein Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums sagte laut der Nachrichtenagentur Interfax, die der russischen Marine übertragene "Mission" sei beendet.

Der angeblich nur mit Holz beladene Frachter war am 23. Juli aus Finnland nach Algerien aufgebrochen. Nach Angaben aus Russland wurde die "Arctic Sea" mit ihrer 15-köpfigen russischen Besatzung dann vor der Küste Schwedens von Piraten überfallen und verschwand angeblich spurlos. Die mysteriöse Fahrt endete am 17. August vor den Kapverden, wo ein russisches Kriegsschiff den Frachter aufbrachte.

Hatte das Schiff Waffen an Bord?

Seither halten sich hartnäckig Gerüchte, wonach die "Arctic Sea" Waffen an Bord hatte. So wird spekuliert, an Bord könnte sich eine Ladung hochmoderner S-300 Luftabwehrraketen für den Iran befunden haben. Experten halten eine Schiffsentführung vor der Küste Schwedens, auf einer der am meisten befahrenen Schifffahrtsrouten der Welt, zudem für äußerst unwahrscheinlich. Die russischen Ermittler nannten bislang kein mögliches Motiv für die angebliche Entführung.

Elf der 15 russischen Besatzungsmitglieder sind inzwischen wieder in Russland. Die vier verbleibenden Besatzungsmitglieder sollten in Malta umgehend abgelöst werden.

Quelle: AFP/felt

 
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