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Frankreich
Mann klettert auf Hochspannungsmast und ruft nach de Gaulle

Frankreich: Mann klettert auf Hochspannungsmast und ruft nach de Gaulle
Charles de Gaulle (Mitte) war von 1959 bis 1969 Frankreichs Präsident. Er verstarb am 9. November 1970. FOTO: privat
Béziers. Ein 73-jähriger Mann ist in Südfrankreich auf einen Hochspannungsmast geklettert und hat damit eine wichtige Stromleitung nach Spanien über Stunden lahmgelegt. Der Grund dafür war noch ungewöhnlicher als die Aktion selbst. 

Der alte Mann hatte sich nur zehn Meter von den 400.000 Volt-Hochspannungskabeln entfernt auf dem Mast bei Cébazan nördlich von Béziers niedergelassen, wie die Polizei mitteilte. Von dort oben aus forderte er, dass der 1970 verstorbene französische Staatschef Charles de Gaulle ab 2017 wieder Präsident des Landes werden solle.

Der 73-Jährige hatte am Montagabend zwei Stunden gebraucht, um auf die 50 Meter hohe Spitze des Hochspannungsmasts zu klettern. Erst am frühen Dienstagmorgen konnten Feuerwehr und Polizei ihn überreden, wieder herunterzukommen, wie ein AFP-Journalist beobachtete.

Zuvor hatte er auf dem Mast Transparente entrollt mit Aufschriften wie "Betrüger raus" und "General de Gaulle 2017 an die Macht" - in Frankreich finden im Jahr 2017 die nächsten Präsidentenwahlen statt. Der Mann wurde von den Behörden ins Krankenhaus eingewiesen.

Über den Hochspannungsmast wird nicht nur die südfranzösische Stadt Narbonne versorgt, sondern auch Strom nach Spanien geleitet. Wegen der Aktion des 73-Jährigen mussten die Leitungen zeitweise vom Netz genommen werden. Der Netzbetreiber RTE hob in einer Erklärung hervor, dass die Stromversorgung trotzdem aufrechterhalten werden konnte. Um Narbonne mit Energie zu versorgen, musste allerdings Strom aus Spanien importiert werden.

(AFP)
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