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Birma: Frankreich will per Resolution Hilfe für Opfer erwirken

zuletzt aktualisiert: 23.05.2008 - 07:57

New York (RPO). Noch immer blockiert die Militär-Junta in Birma die internationale Hilfe für die Opfer des Zyklons. Deshalb will Frankreich nun notfalls mit einer UN-Resolution internationale Hilfe in Birma erwirken.

Sollte der Druck von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und der ASEAN-Staaten nicht schnell zum Erfolg führen, müsse sich der Weltsicherheitsrat erneut mit dem Thema befassen, bekräftigte der französische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Jean-Maurice Ripert, in New York.

Zuvor hatte bereits der französische Außenminister Bernard Kouchner den UN-Sicherheitsrat aufgefordert, der notleidenden Bevölkerung in Birma auch gegen den Willen der Regierung zu helfen. Ban traf am Freitag zu einem Gespräch mit Junta-Chef Than Shwe in der birmanischen Hauptstadt Naypyitaw ein.

Unterdessen wurde UN-Generalsekretär Ban Ki Moon am Freitag von Junta-Chef Than Shwe empfangen. Das wurde von einem birmanischen Regierungsvertreter mitgeteilt. Ban reiste an den von den Militärs eingerichteten neuen Regierungssitz Naypyidaw im birmanischen Bergland, wo sich bislang wenige ausländische Gäste aufhielten.

Mehrere Versuche des UN-Generalsekretärs, telefonisch mit General Than Shwe Kontakt aufzunehmen, waren nach UN-Angaben fehlgeschlagen. Ban sagte vor der Ankunft in Naypyidaw, die Junta habe zuletzt "einige Zeichen der Flexibilität" an den Tag gelegt.

Die Militärregierung in Birma steht in der Kritik, weil sie für die Opfer des Wirbelsturms seit dem 2. Mai keine effektive Hilfe organisiert und ausländische Helfer abwies. Ban traf am Donnerstag in dem südostasiatischen Land ein und begab sich auch in das wichtigste Katastrophengebiet im Irawadi-Delta. Nach dem Wirbelsturm "Nargis" wurden 134.000 Tote und Vermisste gezählt, hunderttausende Menschen sind obdachlos und ohne Lebensmittelversorgung.

Quelle: ap

 
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