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Französin in Untersuchungshaft: Frau soll Mann ein Jahr eingesperrt haben

zuletzt aktualisiert: 31.07.2010 - 17:12

Arrou (RPO). Weil sie ihren 80-jährigen Ehemann ein Jahr lang in ein winziges Zimmer gesperrt und gequält haben soll, ist eine 40-jährige Frau in Frankreich in Untersuchungshaft gekommen.

Ihr werde zur Last gelegt, ihren Mann in dessen Haus in Arrou im nördlichen Département Eure-et-Loir in eine Waschküche gesperrt zu haben, verlautete am Samstag aus Polizeikreisen. Sie soll ihn ein Jahr lang gequält und ihm zu wenig zu essen gegeben haben.

Den Angaben zufolge waren mit der Frau am Mittwoch auch ihr Sohn aus einer vorherigen Ehe und ihr mutmaßlicher Liebhaber festgenommen worden, die sich an den Quälereien beteiligt haben sollen. Die beiden Männer kamen unter Auflagen wieder frei.

Gegen alle drei wurden Ermittlungen wegen Freiheitsberaubung, Gewaltanwendung und Ausnutzens der Schwäche eines Wehrlosen eingeleitet. Während der Befragungen hätten die Verdächtigen keine Erklärungen für ihre mutmaßlichen Taten abgegeben, hieß es aus Polizeikreisen.

Das 80-jährige Opfer, das bei vollem Bewusstsein und klar im Geist sei, sei in ein Krankenhaus gebracht worden, verlautete aus Justizkreisen. Der Mann, der bereits seit Jahren schlecht gesehen habe, habe durch die schlechten Lebensbedingungen während seiner Gefangenschaft sein Augenlicht vollständig verloren. Seit mehreren Monaten seien große Geldsummen aus dem Besitz des alten Mannes veruntreut worden.

Auf das Verschwinden des 80-Jährigen hatte der Generalrat des Départements die Staatsanwaltschaft aufmerksam gemacht. Der Mann war nach Angaben der Polizei zuletzt im Juli 2009 in Freiheit gesehen worden, als er in eine Apotheke in Arrou ging. Im April 2009 hatte seine Frau die örtliche Presse kontaktiert, um für ihre halbseitig gelähmte Tochter um Spenden zu bitten. Die Tochter starb vor einigen Monaten an einem Hirntumor.

Quelle: AFP/das

 
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