Belgischer Priester: Friedensnobelpreis-Kandidat gesteht Missbrauch
zuletzt aktualisiert: 29.12.2010 - 14:01Brüssel (RPO). Ein belgischer Priester, der als möglicher Kandidat für den Friedensnobelpreis gehandelt wurde, hat den sexuellen Missbrauch eines Minderjährigen zugegeben.
In einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der belgischen Zeitung "Le Soir" räumte François Houtart ein, vor 40 Jahren seinen Cousin im Intimbereich angefasst zu haben. Der Vorfall sei "rücksichtslos und unverantwortlich gewesen", wurde der 85-jährige katholische Geistliche zitiert.
Der Missbrauchsfall war ans Licht gekommen, nachdem eine Kampagne ins Leben gerufen worden war, um Houtart für den Friedensnobelpreis zu nominieren. Der Priester gründete in den 70er Jahren die Organisation Cetri, die sich für Entwicklungsländer einsetzt.
Nach Angaben des Leiters von Cetri, Bernard Duterme, kontaktierte die Schwester des mutmaßlichen Opfers Houtarts die Organisation, um sie über den Missbrauchsfall in Kenntnis zu setzen. Die Frau soll Houtart vorgeworfen haben, ihren Bruder vergewaltigt zu haben. Der 85-jährige Geistliche sitzt inzwischen nicht mehr im Cetri-Vorstand, wie Duterme sagte.
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