Jörg Haider: Führten K.o.-Tropfen zu seinem Unfall?
zuletzt aktualisiert: 24.10.2008 - 08:46Klagenfurt (RPO). Jörg Haiders gibt weiter Rätsel auf: Der Kärntner Landeshauptmann war mit 1,8 Promille Blutalkohol und 142 km/h in den Tod gerast. Nach einem Zeitungsbericht will seine Witwe die Umstände seine Todes jetzt im Alleingang aufklären. BZÖ-Politiker äußerten den Verdacht, dass Haider vor seinem Unfall K.o.-Tropfen verabreicht worden sein könnten.
Für die Staatsanwaltschaft Klagenfurt ist der Fall Haider abgeschlossen. Auch das Landeskriminalamt sieht keinen Anlass für weitere Ermittlungen. Nach einem Bericht der österreichischen Zeitung "Heute" will die Witwe Haiders, Claudia Haider, jetzt eine weitere Obduktion des Leichnams ihres Mannes in Auftrag geben.
BZÖ-Politiker erheben den Verdacht, dass Haider vor seiner Todesfahrt möglichweise K.o.-Tropfen verabreicht wurden. Es sei unklar, wie Haider innerhalb so kurzer Zeit zu einem derart hohen Blutalkoholgehalt kommen konnte.
Österreichs Ex-Justizminister, Dieter Böhmdorfer, sei von Claudia Haider für die weiteren Untersuchung beauftragt worden. Dem Bericht zufolge sollen die sterblichen Überreste Haiders erst eingeäschert werden, wenn sämtliche Fakten um seinen Tod geklärt seien. Spekuliert wird über eine unabhängige Untersuchung durch Autopsie-Experten aus der Schweiz oder Oberitalien.
Offizielle Stellen Kärntens wollten sich zu den anstehenden Untersuchungen nicht äußern. Laut Zeitungsbericht sei es eine reine Privatangelegenheit der Familie Haider.
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