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Viraler Foto-Hit
Japaner klärt auf: Darum war der Fukushima-Seewolf so groß

Fukushima. Diesem Fisch wären wohl die wenigsten gerne unter Wasser begegnet, und auch Hiroshi Hirasaka scheint auf seinem Foto völlig perplex zu sein ob seines Fangs vor der japanischen Küste. Dort zog er angeblich einen Seewolf aus dem Wasser, der doppelt so groß aussieht wie üblich.

Seit mehreren Tagen macht auf Twitter ein Foto die Runde, das Hirasaka mit einem vermeintlich riesigen Fang auf seinem Boot zeigt. Angeblich hat er den Riesen-Seewolf vor der Insel Hokkaido geangelt. Knapp zwei Meter lang und fast 30 Kilogramm soll der Fisch schwer sein – zumindest sieht es auf einem Foto so aus.

Der Angler vermutete öffentlich, dass der Fisch die Folge der Atom-Katastrophe von Fukushima im Frühjahr 2011 sein könnte. In den vergangenen vier Jahren sind immer wieder Tiere im Nord-Pazifik aufgetaucht, die durch das radioaktiv verseuchte Wasser mutiert sind.

Im Internet gibt es aber, wie bei nahezu jedem viralen und überraschenden Foto, auch jene Stimmen, die am Fang des Japaners zweifeln. Zu gestellt sehe das Bild aus – da wolle jemand offenbar nur ein wenig Ruhm einheimsen und vielleicht noch auf die Atom-Katastrophe aufmerksam machen, heißt es. Die Wahrheit kannte zunächst nur Hiroshi Hirasaka, mittlerweile hat er sie aber auch der Welt mitgeteilt: Der Fisch war lediglich etwas mehr als einen Meter groß, "eine normale Größe", wie er zugab. Er habe den Seewolf lediglich so vor die Kamera gehalten, dass er nahezu monströs aussah.

Der bislang schwerste dokumentierte Seewolf wog knapp 28 Kilogramm. Die Fische können eine Länge von bis zu 2,40 Meter erreichen. Die Fische leben sowohl im nördlichen Atlantik als auch im nördlichen Pazifik. Sie fressen vor allem Krabben, Hummer und Seeigel.

Welche angeschwemmten Tiere Forschern Rätsel aufgegeben haben, erfahren Sie in unserer Bilderstrecke.

(spol)
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