China: Ganze Orte vom Erdbeben komplett zerstört
zuletzt aktualisiert: 14.05.2008 - 08:28Peking (RPO). In der schwer zugänglichen Region um das Epizentrum in Zentralchina ist das Ausmaß der Naturkatastrophe noch schlimmer als befürchtet. Rettungshelfer berichten, dass ganze Ortschaften komplett zerstört sind. In manchen Städten sollen rund 70 Prozent der Bevölkerung ums Leben gekommen sein.
In einigen Orten im Bezirk Wenchuan stehe kein einziges Haus mehr, sagte Armeekommandant Wang Yi nach einem Bericht der Website Sichuan Online vom Mittwoch. "Die Verluste sind erheblich", sagte Yi, der mit seiner Einheit in die schwer zugängliche Region in der Unglücksprovinz Sichuan vorgerückt ist.
In der kleinen Stadt Yingxiu im Bezirk Wenchuan etwa überlebte nach einem Bericht der amtliche Nachrichtenagentur Xinhua nur ein kleiner Teil der Bewohner. Mindestens 7700 der rund 10.000 Bewohner seien ums Leben gekommen, hieß es unter Berufung auf Behördensprecher vor Ort. Mehr als 1000 der Überlebenden seien schwer verletzt. Yingxiu ist einer dem Epizentrum des Bebens vom Montag am nächsten gelegenen Orte in der Unglücksprovinz Sichuan.
Am Mittwoch haben Soldaten die Suche nach Verschütteten in dem Katastrophengebiet fortgesetzt. Zehntausende Menschen, die durch das Beben das Dach über dem Kopf verloren haben, verbrachten die Nacht im Freien. Es wurde damit gerechnet, dass die Zahl der Toten, die offiziell bislang noch bei 12.000 liegt, am Mittwoch stark ansteigen wird, wenn mehr Verschüttete aus den Trümmern geborgen werden.
Das Beben der Stärke 7,9 richtete am Montag in ganz Zentralchina schwere Schäden an. Am schwersten betroffen ist die Provinz Sichuan. Allein aus der Stadt Mianyang nahe des Epizentrums gab es Berichte über mehr als 3.600 Tote und knapp 19.000 Vermisste.
Nach Behördenangaben könnten die Rettungsarbeiten eine Woche dauern. Immer wieder wurde die Region von starken Nachbeben erschüttert.
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