Sturmschäden in Birma: Geberkonferenz für Zyklon-Opfer begonnen
zuletzt aktualisiert: 25.05.2008 - 08:08Rangun (RPO). Drei Wochen nachdem der Zyklon "Nargis" Birma verwüstete, hat die internationale Geberkonferenz für die Opfer begonnen. Vertreter aus rund 50 Staaten beraten darüber, wie der Wiederaufbau des Landes finanziert werden soll. Derweil geht es den Menschen in den Krisenregionen immer schlechter.
Das Treffen in Rangun wurde von den Vereinten Nationen und der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (ASEAN) einberufen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon kehrte für die Konferenz von Thailand nach Birma zurück, um als einer der Versammlungsleiter zu fungieren.
Die UN haben ihre Mitgliedstaaten um Hilfszusagen für 201 Millionen Dollar (rund 128 Millionen Euro) gebeten. Diese Summe dürfte sich erhöhen, sobald ausländische Hilfsorganisationen im verwüsteten Irrawaddy-Delta genauere Bedarfanalysen erstellen können. Die Militärjunta hatte Ban am Freitag zugesagt, alle ausländischen Helfer ins Land zu lassen. Bei der Konferenz wird sie vermutlich um 10,7 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau bitten.
Nach einer am Samstag veröffentlichten Schätzung der Vereinten Nationen sind rund 2,4 Millionen Menschen von den Folgen von "Nargis" betroffen. Bislang haben nur etwa 42 Prozent von ihnen Hilfe erhalten, von den zwei Millionen Menschen in den am schlimmsten betroffenen Gebieten sogar weniger als jeder Vierte.
Für Deutschland ist der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Gernot Erler, nach Rangun gereist. Mit ihm wurden in einem Airbus der Luftwaffe acht Tonnen Hilfsgüter nach Birma transportiert.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.