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Kaum noch Überlebenschancen: Geisterboot: Suche nach Crew eingestellt

zuletzt aktualisiert: 23.04.2007 - 07:30

Sydney (RPO). Das vor der Küste Australiens schippernde Geisterboot wird wohl für immer ein Mysterium bleiben: Die Suche nach der Besatzung der "Kaz II" ist eingestellt worden. Damit kann bisher nicht aufgeklärt werden, was mit dem Boot und der dreiköpfigen Crew passiert ist.

Die Segelyacht "Kaz II", wie sie vor Australien entdeckt wurde.  Foto: QUEENSLAND POLICE, AP
Die Segelyacht "Kaz II", wie sie vor Australien entdeckt wurde. Foto: QUEENSLAND POLICE, AP

"Das ist tragisch für die Angehörigen und die Betroffenen - aber es ist unwahrscheinlich, dass wir je herausfinden, was genau passiert ist", sagte Polizeiermittler Warren Webber. Die Polizei befürchtete, die drei Männer könnten bei einem Sturm über Bord gegangen sein. Die verlassene Segelyacht war am Donnerstag in der Nähe des Great Barrier Reef aufgetaucht.

"Die Suche wurde abgebrochen - es sei denn, es gibt neue Informationen", sagte eine Polizeisprecherin. Die Behörden gingen davon aus, dass die drei Segler - der 56 Jahre alte Derek Batten, der 69-jährige Peter Tunstaed und sein 63-jähriger Bruder James - bereits bei einem plötzlichen Sturm am vergangenen Sonntag verunglückten. Die Suchaktion sei abgebrochen worden, weil Ärzte den Männern in dem kalten Wasser nur kurzzeitige Überlebenschancen eingeräumt hätten. Für die Theorie, die Männer seien von Piraten überfallen worden, fand die Polizei nach eigenen Angaben keine stichhaltigen Beweise.

Das Auftauchen des verlassenen Bootes hatte ganz Australien Rätsel aufgegeben. Die Rettungskräfte berichteten, bis auf ein stark zerfetztes Segel sei an Bord des zwölf Meter langen Katamarans alles normal gewesen. Die Computer liefen, der Tisch war gedeckt - nur von der Besatzung fehlte jede Spur. Rettungswesten und Notfall-Ausrüstung seien unberührt gewesen. Gesichtet wurde das Geisterboot rund 80 Seemeilen vor der australischen Nordostküste nahe dem Great Barrier Reef von einem Zoll-Hubschrauber.

Angehörige der drei Segler sagten, sie gäben die Hoffnung nicht auf, die drei lebend wiederzusehen. "Ich werde alles tun, um sie zu finden", sagte James Tunsteads Sohn Shane der Zeitung "Sunday Mail". Batten, der Berichten zufolge die "Kaz II" erst wenige Tage vor der Seereise gekauft hatte, wollte mit dem Katamaran die Nordküste Australiens entlangsegeln.

Quelle: afp

 
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