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57-Jähriger überlebte 13 Tage in den Trümmern: Gerettetes Erdbebenopfer in Bam stirbt an Herzversagen

zuletzt aktualisiert: 11.01.2004 - 08:52

Teheran (rpo). 13 Tage hatte er in den Trümmern des schweren Erdbebens im Iran überlebt, doch bei seiner Rettung fiel er ins Koma: Am Sonntagmorgen ist der 57-jähriger Mann gestorben. Als Todesursache nannte ein Arzt im ukrainischen Feldlazarett in Bam Herz- und Lungenversagen.

"Jeder hat geweint, als er starb", sagte Dr. Mahdi Schadnusch der Nachrichtenagentur AP. "Wir haben alles getan, was wir konnten, um ihnen zu retten. Es war sein Schicksal."

Dschalal Schahiki Tschahmaleki war am Mittwoch geborgen worden. Nach Angaben von Ärzten war er dank eines Wasservorrats am Leben geblieben. Sie sprachen von einem Wunder. Unmittelbar nach seiner Rettung konnte der Mann gerade noch seinen Vornamen sagen. Dann verlor er das Bewusstsein, das er bis zu seinem Tod nicht wieder erlangte. Am Samstag besuchte ihn seine Frau zum ersten Mal. "Sie weinte still, während sie ihren Mann zärtlich streichelte", sagte Schadnusch. Als sie von seinem Tod erfahren habe, sei sie in Ohnmacht gefallen.

Dschalal stammte aus der 60 Kilometer entfernten Stadt Narmanschir und kam am 25. Dezember zu einer medizinischen Behandlung nach Bam. Am folgenden Morgen wurde er im Haus seiner Schwester von dem Erdbeben überrascht, das mehr als 30.000 Menschen das Leben kostete. Auch zwei seiner acht Kinder wurden getötet.

Nach seiner Rettung fiel Tschahmaleki ins Koma.  Foto: RPO
Nach seiner Rettung fiel Tschahmaleki ins Koma. Foto: RPO

 
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