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Germanwings-Maschine
Einsatzkräfte finden zweiten Flugschreiber

Germanwings: Einsatzkräfte finden zweiten Flugschreiber
David Galtier von der französischen Gendarmerie zeigt ein Foto, auf dem die zweite Black Box zu sehen ist. FOTO: dpa
Seine-les-Alpes. Einsatzkräfte haben den zweiten Flugschreiber der in den Alpen abgestürzten Germanwings-Maschine gefunden. Das bestätigte der Staatsanwaltschaft Brice Robin in Marseille.

Er könnte weiteren Aufschluss geben über die Abläufe im Airbus A320. Bereits am ersten Tag wurde der Voicerecorder entdeckt. Der Copilot wird verdächtigt, seinen Kollegen aus dem Cockpit ausgesperrt und die Maschine mit Absicht in die Katastrophe gesteuert zu haben

Indes sind die Spezialisten der Soko "Alpen" aus Frankreich zurückgekehrt. Dort haben sie nach dem Absturz der Germanwings-Maschine, bei dem 150 Menschen starben, die Ermittlungen unterstützt und ihre Ergebnisse mit französischen Kollegen abgeglichen.

Diese Fotos zeigen ebenfalls den zweiten Flugschreiber. FOTO: ap, LR

Eine Delegation spezialisierter Ermittler war am Dienstag nach Frankreich gereist. Die Ermittler hatten sich unter anderem an der Absturzstelle des Germanwings-Fluges in den Alpen, nahe der Ortschaft Seyne-les-Alpes, selbst ein Bild vom Tatort und der Arbeit der französischen Kollegen gemacht.

"Ich bin beeindruckt von der logistischen und äußerst personalintensiven Arbeit der französischen Strafverfolgungsbehörden. Die Kollegen haben unter schwierigsten örtlichen Gegebenheiten sowie enormer körperlicher und psychischer Belastung gearbeitet und tun es noch immer", sagte Roland Wolff kurz vor seiner Rückkehr. "Der direkte und persönliche Abgleich der jeweiligen Ermittlungsstände war ein echter Gewinn und hat uns in jeder Form weitergebracht", ergänzte der Kriminaldirektor.

Fotos: So hart ist die Arbeit der Bergungstrupps FOTO: dpa, bl sh

Die Delegation, der zudem der stellvertretende Leiter der Kriminalpolizei Frank Kubicki, Kriminaltechniker Andreas Fritsch und Björn Krings, Spezialist des Landeskriminalamtes NRW für lasergestützte Tatortvermessung und digitale Spurenkarten, angehörten, besuchte auch die Gedenkstätte in Vernet.

Zwischenzeitlich liefen die Ermittlungen der "Sonderkommission Alpen" in Düsseldorf weiter auf Hochtouren. So ist es mittlerweile für ganz Nordrhein-Westfalen gelungen, die sogenannten "Ante-mortem-Daten" der Opfer sicherzustellen. Sie wurden dem Bundeskriminalamt zum Abgleich zur Verfügung gestellt. Hierbei handelt es sich um DNA-Spuren aus der Zeit vor dem Absturz, Fingerabdrücke, medizinische Unterlagen und Fotos.

 

(lnw)
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