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Geständnis
Deutscher tötet seine thailändische Freundin

Geständnis: Deutscher tötet seine thailändische Freundin
Ein Strand in Thailand (Archivbild) FOTO: Tourism Authority of Thailand
Bangkok. In Thailand wird die Freundin eines Deutschen umgebracht. Als der Mann in Verdacht gerät, versucht er, sich das Leben zu nehmen. Im Krankenhaus bestreitet er die Tat. Jetzt gibt es aber doch ein Geständnis.

Mehr als zwei Wochen nach dem gewaltsamen Tod seiner thailändischen Freundin hat ein 36 Jahre alter Deutscher nach Polizeiangaben die Tat gestanden. Der Mann aus Lübbenau in Brandenburg habe im Verhör zugegeben, die 35-Jährige im Badeort Phuket erwürgt zu haben, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch der dpa. Zunächst hatte der Deutsche dies bestritten. Ihm soll nun in Thailand der Prozess gemacht werden.

Die Frau war seit dem 1. Juli vermisst worden. Acht Tage später wurde ihr Leichnam in einem Dschungel gefunden. Die Polizei hatte bald ihren deutschen Freund im Verdacht. Als der Mann festgenommen werden sollte, schnitt er sich mit einem Teppichmesser in die Kehle. Wegen des Suizidversuchs kam er ins Krankenhaus. Über seinen Anwalt ließ er mitteilen, dass er unschuldig sei.

Nach Angaben des Polizeisprechers wurde der Mann am Montag aus der Klinik entlassen und verhört. Dabei habe er das Geständnis abgelegt. Inzwischen sitzt er in Untersuchungshaft. Wann der Prozess beginnt, steht noch nicht fest. Unklar war zunächst auch, ob er wegen Mordes oder vorsätzlicher Tötung angeklagt werden soll. Auf Mord stehen in Thailand zwischen 15 Jahren und lebenslanger Haft. Möglicherweise handelte er aber auch im Affekt.

Der Mann war im vergangenen Jahr nach Thailand gezogen und hatte dort die Frau kennengelernt. Nach Angaben von Nachbarn gab es zwischen den beiden immer wieder Streit.

(dpa/veke)