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Syndikat in Mexiko: Gesuchter Drogenboss "La Barbie" festgesetzt

zuletzt aktualisiert: 31.08.2010 - 06:04

Mexiko-Stadt (RPO). Die mexikanische Polizei hat einen der meistgesuchten Drogenbosse des Landes gefasst. Edgar Valdez Villarreal, der wegen seiner hellen Haut den Beinamen "La Barbie" trägt, wurde am Montag festgenommen, wie das Ministerium für Öffentliche Sicherheit mitteilte.

Edgar Valdez Villarreal alias "La Barbie" wurde festgenommen.  Foto: Mexico's Public Safety Department, AP
Edgar Valdez Villarreal alias "La Barbie" wurde festgenommen. Foto: Mexico's Public Safety Department, AP

Der 37-jährige Valdez gilt als Anführer einer der Fraktionen des Beltrán-Leyva-Drogenkartells, die sich seit dem Tod von Arturo Beltrán Leyva im Dezember vergangenen Jahres einen blutigen Machtkampf lieferten.

Regierungssprecher Alejandro Poire sprach angesichts des Fahndungserfolgs von einem "äußersten bedeutenden Schlag gegen das organisierte Verbrechen". Der mexikanische Präsident Felipe Calderón, der die Festnahme über Twitter verkündete, nannte Valdez "einen der meistgesuchten Verbrecher in Mexiko und im Ausland".

Auch in den USA war der in Texas geborene Valdez wegen Drogenhandels zur Fahndung ausgeschrieben, die Behörden setzten für seine Ergreifung eine Belohnung von zwei Millionen Dollar aus. Nach Angaben des US-Außenministeriums befehligte Valdez für das Beltrán-Leyva-Kartell eine Gruppe von Auftragsmördern. Er sei maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich der Drogenkrieg nach Zentral- und Südmexiko ausgebreitet habe, hieß es auf der Website des Ministeriums. Zunächst war nicht bekannt, ob Mexiko plant, Valdez an die USA auszuliefern.

Zehn Prozent der Polizisten entlassen

Im Kampf gegen weitreichende Korruption in der mexikanischen Bundespolizei hat die Regierung indessen fast zehn Prozent der Beamten entlassen. Die 3200 Polizisten hätten ihre Aufgaben nicht erfüllen können, teilten die Leitung mit. Das hätten Drogen- und Sehtests sowie Untersuchungen mit Lügendetektoren ergeben.

Auch verfügten einige Beamte demnach über Gelder, deren Herkunft ungeklärt war. Präsident Felipe Calderon hat den mächtigen Drogenkartellen des Landes den Kampf angesagt, die mitunter direkt mit Polizisten zusammenarbeiten.

Im mexikanischen Drogenkrieg sind bislang mehr als 28.000 Menschen ums Leben gekommen.

Quelle: apd/jre

 
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