Steigende Preise: Gewaltsame Proteste in Peru
zuletzt aktualisiert: 10.07.2008 - 07:51Lima (RPO). In Peru sind Proteste mit mehreren zehntausend Arbeiter gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung eskaliert. Bei Zusammenstößen wurden in der Ortschaft Puerto Maldonado neun Polizisten verletzt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Andina am Mittwoch meldete. Ein Gebäude der Regionalregierung ging nach Angaben der Behörden in Flammen auf.
Die Demonstranten protestierten vor allem gegen den Preisanstieg bei Nahrungsmitteln und Benzin. Sie machen die marktwirtschaftliche Politik von Präsident Alan Garcia dafür verantwortlich.
An einem Streikaufruf des Dachverbands der Gewerkschaften beteiligten sich im ganzen Land schätzungsweise mehr als 30.000 Arbeiter. In der Hauptstadt Lima demonstrierten rund 6.000 Menschen gegen die Regierung, indem sie lautstark auf Töpfe und Pfannen schlugen. Nach Angaben des Polizeichefs Octavio Salazar wurden landesweit 216 Personen festgenommen.
Seit dem Amtsantritt von Garcia im Jahr 2006 befindet sich die Wirtschaft Perus im Aufschwung. Im vergangenen Jahr wurde ein Wachstum von neun Prozent erzielt, in diesem Jahr werden acht Prozent erwartet. Die Armen in Peru, die rund 40 Prozent der Bevölkerung ausmachen, erklären jedoch, dass der Aufschwung an ihnen vorbeigehe.
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