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Regierungscomputer geknackt: Großbritannien will Hacker in die USA ausliefern

zuletzt aktualisiert: 03.04.2007 - 18:14

London (RPO). Der britische High Court hat entschieden, dass der Hacker Gary McKinnon in die USA ausgeliefert wird. Der 41-Jährige soll in rund 100 US-Computer eingedrungen sein und dabei einen Schaden von etwa 700.000 Dollar verursacht haben. Er könnte nach den neuen US-Antiterrorgesetzen verurteilt werden. McKinnon behauptet, er habe in den Computern lediglich nach Beweisen für die Existenz von Ufos gesucht.

Gary McKinnon will seine Auslieferung in die USA verhindern.  Foto: AFP FILES, AFP
Gary McKinnon will seine Auslieferung in die USA verhindern. Foto: AFP FILES, AFP

New Jersey und Virginia liegen gegen McKinnon Anklagen wegen Beschädigung des Computernetzes der US-Regierung vor.

Der High Court in London wies am Dienstag McKinnons Klage gegen eine Entscheidung von Innenminister John Reid ab, der der Auslieferung zugestimmt hatte. McKinnons Anwalt Ben Cooper kündigte an, er werde Berufung beim Oberhaus einlegen, der höchsten Berufungsinstanz Großbritanniens.

Der 41-jährige Hacker, der 2002 festgenommen wurde, soll zwischen Februar 2001 und März 2002 in den USA in rund hundert Computer eingedrungen sein und einen Schaden von rund 700.000 Dollar verursacht haben. McKinnon befürchtet, entsprechend den Antiterrorgesetzen der USA verurteilt zu werden. Er habe aber nur nach Beweisen gesucht, dass die USA die Existenz von UFOs verschleiern.

Richter Nicholas Evans wies in einer Anhörung aber darauf hin, dass McKinnon bei seinen Hacker-Attacken Nachrichten hinterlassen hatte, in denen er die US-Außenpolitik kritisierte. Einer der Computerangriffe erfolgte unmittelbar nach den Anschlägen vom 11. September 2001.

Quelle: ap

 
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