| 18.40 Uhr

"Grusel-Clowns"
Angreifer mit Clownsmaske sticht auf Mann in Schweden ein

Stockholm. Die Welle der "Grusel-Clowns" ist aus den USA nach Europa übergeschwappt: In Schweden ist am Freitag ein Mann von einem Angreifer mit Clownsmaske niedergestochen worden. Die Polizei warnt vor Nachahmern.

Nachdem der Maskierte seinem Opfer in die Schulter gestochen habe, sei der Angreifer geflüchtet. Das teilte die Polizei der Region Halland im Süden des Landes am Freitag mit. 

Am Mittwoch erste Zwischenfälle mit Maskierten

Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge am späten Donnerstagabend. Am Mittwoch hatten zwei Angreifer in Clown-Kostümen in Mittelschweden einer Frau gedroht, sie zu töten. "Sie war völlig verängstigt", sagte ein Polizeisprecher der Zeitung "Aftonbladet". Das Verhalten der Clowns sei "überhaupt nicht lustig".

Auch Innenminister Anders Ygeman warnte bereits vor Nachahmern: "Wir möchten keine Situation erleben, wo jemand in Schwierigkeiten gerät, weil irgendjemand, vielleicht halb im Scherz, eine Clown-Maske aufsetzt."

Ähnliches Phänomen 2014 in Frankreich

Das inzwischen in verschiedenen europäischen Ländern aufgetretene Phänomen hatte Anfang August im US-Bundesstaat South Carolina begonnen. Dort musste die Polizei Informationen nachgehen, wonach als Clowns verkleidete Männer angeblich Kinder in den Wald lockten.

Die Vorwürfe stellten sich als falsch heraus, doch seitdem wurden vielerorts Clowns vor Schulen oder Firmen gesichtet, die manchmal auch bewaffnet gewesen sein sollen und Menschen bedrohten.

Experten vermuten, dass die "Grusel-Clowns" wegen des bevorstehenden Halloween-Fests Ende Oktober verstärkt ihr Unwesen treiben. Ein ähnliches Phänomen gab es 2014 in Frankreich. Es wird also damit gerechnet, dass der Schrecken der "Grusel-Clowns" alsbald ein Ende hat.

(isw/AFP)
 
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