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Philippinen Sturm Tote
  Foto: dapd, Bullit Marquez
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Mehr als 500 Tote auf den Philippinen : "Haben nicht mit so vielen Toten gerechnet"

zuletzt aktualisiert: 18.12.2011 - 11:16

Iligan (RPO).  Die Zahl der Toten durch die schweren Sturzfluten im Süden der Philippinen ist auf 521 gestiegen. Sehr wahrscheinlich sind weitere Todesopfer zu befürchten, wie die Generalsekretärin des philippinischen Roten Kreuzes, Gwendolyn Pang, am Sonntag mitteilte.

So würden 458 Menschen noch immer vermisst. Viele Dörfer seien zudem von der Außenwelt abgeschlossen und von den überforderten Rettungskräften noch nicht erreicht worden, sagte sie.

Tropensturm "Washi" hatte Flüsse über die Ufer treten lassen, deren Wassermassen sich in der Nacht auf Samstag ihren Weg in zwei Städte im Süden des Landes bahnten und viele Einwohner im Schlaf überraschten. Unterdessen beruhigte sich die Wetterlage merklich: Das Hochwasser ging zurück, während Tropensturm "Washi" am Sonntag auf das Südchinesische Meer hinauszog.

Am schwersten ist demnach die Stadt Cagayan de Oro betroffen, wo mindestens 239 Menschen ums Leben kamen. Im nahegelegenen Iligan waren nach Angaben von Mitarbeitern des Roten Kreuzes 195 Tote zu beklagen, darunter überwiegend Frauen und Kinder.

Verteidigungsminister Voltaire Gazmin wollte am Sonntag mit ranghohen Militärvertretern nach Cagayan de Oro fliegen. Dort wollten sie Rettungs- und Suchaktionen überwachen und sich ein Bild von der Lage tausender vertriebener Dorfbewohner machen. Am dringendsten würden derzeit Särge und Leichensäcke benötigt, erklärte der Leiter des Katastrophenschutzes, Benito Ramos. "Es ist erdrückend. Wir hatten nicht mit so vielen Toten gerechnet."

Auf Fernsehbildern aus dem Ort war zu sehen, wie das trübe Hochwasser durch die Straßen rauschte und dabei Trümmerteile mit sich zog. Dort wo das Wasser zurückgegangen war, waren die Straßen mit dicken Schlammschichten bedeckt. Im Fernsehen hieß es, ein Auto sei über eine Betonabsperrung geschwemmt worden.

USA sagen Unterstützung zu

Tausende Soldaten und Hunderte Polizisten sowie Mitarbeiter der Küstenwache und Freiwillige beteiligten sich an den Such- und Rettungsarbeiten in der Region Mindanao. Diese wurden durch zerstörte Straßen und Stromausfälle zusätzlich erschwert. Am Tag nach dem Sturm war das Bild in den beiden am schlimmsten betroffenen Küstenstädten von Schutt, umgestürzten Autos und entwurzelten Bäumen geprägt.

Die USA haben der Regierung in Manila ihre Unterstützung zugesichert. "Die US-Regierung steht bereit, um den philippinischen Behörden bei der Bewältigung dieser Tragödie zu helfen", sagte US-Außenministerin Hillary Clinton in einer Erklärung. Gleichzeitig sprach sie den Opfern ihr Beileid aus. 

 

Quelle: APD

 
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