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Krebs-Diagnose nach Angriff
Hai sei Dank!

Hai-Angriff macht Krebsdiagnose möglich
Eugene Finney im Krankenhaus. FOTO: CBS Boston
Fitchburg. Diese Geschichte ist einfach unglaublich: Ein Mann wird beim Baden von einem Hai angegriffen und lässt sich daraufhin in einem Krankenhaus untersuchen. Beim Gesundheitscheck stellen die Ärzte eine Krebserkrankung fest, die ohne den Hai wohl lange verborgen geblieben wäre. Von Vassili Golod

Eigentlich wollte Eugene Finney einfach nur einen entspannten Badeurlaub mit seiner Familie verbringen. Was dann passierte wird er in seinem Leben nie mehr vergessen. Beim Schwimmen an der kalifornischen Pazifikküste wurde er plötzlich von einem Hai umgehauen. Der erwischte Eugene mit voller Wucht von hinten und verletzte den geschockten Familienvater am Rücken.

"Als ich aus dem Wasser kam, meinte meine Tochter zu mir: Papa, warum ist dein ganzer Rücken voll Blut", berichtet der Amerikaner dem Sender CBS Boston. Als die Schmerzen an Bauch und Rücken auch in der Nacht nicht besser wurden, entschied sich Eugene, ins Krankenhaus zu gehen.

"Der Hai war eine Botschaft an mich"

Dort angekommen rückte die Hai-Attacke in den Hintergrund, denn die Mediziner entdeckten bei der Untersuchung neben inneren Verletzungen im Brusthöhlenbereich auch noch etwas anderes: einen Tumor. "Der Hai war eine Botschaft an mich", sagt Eugene, der sein Glück im Unglück noch immer nicht richtig fassen kann.

Der Tumor hatte die Größe einer Walnuss und lag an der rechten Niere. Mittlerweile wurde er sicher entfernt. Eine Chemotherapie war nicht notwendig, weil die Erkrankung früh genug diagnostiziert wurde. "Diese Situation mit dem Hai hat sein Leben gerettet, das ist faszinierend", sagt der behandelnde Arzt Dr. Ingolf Tuerk.

Eugene Finney ist dankbar für die zweite Chance, die er bekommen hat. "Die werde ich nicht in den Sand setzen", sagt er sichtlich gerührt. Ohne den Zusammenprall mit dem Hai und den damit verbundenen Schmerzen wäre er vorerst wohl nicht zum Check ins Krankenhaus gegangen. Das hätte ihm mit Blick auf die Krebserkrankung zum Verhängnis werden können. Hai sei Dank!

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