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Harry Potters Zauberschule
Student bewirbt sich für Hogwarts - und wird abgelehnt

Die magische Welt von Harry Potter
Die magische Welt von Harry Potter FOTO: dapd, JOHN D MCHUGH
Großbritannien. Was passiert eigentlich, wenn man sich für die Zauberschule Hogwarts aus Harry Potter bewirbt? Nichts, würde man denken, denn die Schule ist schließlich Fiktion. Ein britischer Schulabgänger hat es dennoch versucht - und tatsächlich eine Antwort bekommen. Von Emily Senf

Der Erfolg der Harry-Potter-Reihe der Autorin Joanne K. Rowling ist nahezu beispiellos. Seit 1997 der erste Band auf den Markt kam, sind knapp 450 Millionen der Bücher über den Zauberlehrling verkauft worden. Die Kinofilme spielten rund 7,7 Milliarden US-Dollar ein. Zweitweise war die Eule das Wunsch-Haustier Nummer 1 im britischen Königreich. Die Harry-Potter-Fans wollten eben so nah an der magischen Welt dran sein wie möglich. 

Da ist es kaum verwunderlich, dass sich so mancher Anhänger wünscht, eine solche Eule würde mit einem Brief in den Krallen vor dem Fenster auftauchen und das lang ersehnte Aufnahmeschreiben für Hogwarts bringen. Ein britischer Uni-Bewerber wollte darauf offensichtlich nicht mehr warten und hat sein Schicksal in die eigene Hand genommen. Er schrieb einfach eine Bewerbung für die Zauberschule.

Das Schreiben ging bei der UCAS, einer zentralen Vergabestelle für Studienplätze in Großbritannien, ein. Und die antwortete tatsächlich.

 

 

Der Brief, den der Uni-Bewerber aus dem Briefkasten zog, war eine Absage, natürlich. Den wichtigsten Grund dafür nannte die Vergabestelle auch direkt zu Beginn: Die Schule existiere nicht. Damit hätte der Brief bereits enden können, die Schreiberin aber geht ins Detail.

Nach einer Besprechung mit dem "Mystik-Berater" sei die UCAS zu dem Schluss gekommen - sollte es Hogwarts denn tatsächlich geben -, dass das von dem Bewerber angestrebte Studienfach "Zauberstabkunde" heiß begehrt wäre. Um einen Platz zu ergattern, seien darum Bestnoten in den Fächern "Fortgeschrittene Zauberkunst", "Mystimatik", "Verteidigung gegen die dunklen Künste" sowie "Geschichte des Übersinnlichen" vonnöten. 

Der Bewerber hatte in seinem handgeschriebenen Zeugnis jedoch lediglich "mit einem Stock herumfuchteln" und "einen spitzen Hut tragen" als seine Stärken angegeben. 

Ganz mutlos wollte die Schreiberin der Absage den jungen Bewerber aber wohl nicht zurücklassen. So rät sie ihm, stattdessen doch lieber eine Geisteswissenschaft zu studieren oder sich im nächsten Jahr erneut zu bewerben - indem er seine Unterlagen an eine Eule bindet und das Beste hofft.

Rowling selbst twitterte erst kürzlich: "An alle, die sagen, sie hätten nie einen Brief aus Hogwarts bekommen: Ihr habt ihn erhalten. Ihr wart in Hogwarts. Wir waren alle zusammen dort."

 

 

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