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Hawaii
Fünf Vermisste nach Absturz von Militärhubschrauber

Hawaii: Fünf Vermisste nach Absturz von Militärhubschrauber
Feuerwehrleute des Honolulu Fire Department Command Center am Einsatzort bei Haleiwa. FOTO: dpa, abl
Honolulu. Nach dem Absturz eines US-Militärhelikopters vor Hawaii werden fünf Menschen vermisst. Die Besatzung des Helikopters hatte in der Nacht eine Übung absolviert.

Die Familienangehörigen der Soldaten seien kontaktiert worden, sagte der Sprecher der 25. Infanteriedivision, Curtis Kellogg, am Mittwoch (Ortszeit). Zum Hubschrauber des Modells UH-60 Black Hawk sei der Kontakt am Dienstagabend gegen 21.30 Uhr abgebrochen.

Such- und Rettungsgruppen der Feuerwehr von Honolulu fanden den Rumpf des Hubschraubers sowie einen Helm in einem Trümmerfeld rund drei Kilometer westlich der Insel Oahu entfernt. Die Suche wurde nachher auf ein Gebiet rund acht Kilometer vor der Küste ausgeweitet, der auf der Insel gelegene Naturschutzpark Kaena Point wurde geschlossen. Das Küstengebiet ist Heimat für eine Kolonie von Seevögeln und der bedrohten Hawaii-Mönchsrobbe.

Die Küstenwache setzte ein Flugzeug, zwei Hubschrauber und mehrere Schiffe für die Suche nach den Vermissten ein. Nach Angaben des Militärs hätten zwei Black-Hawk-Hubschrauber einen gemeinsamen Trainingsflug absolviert, als die Kommunikation abbrach. Zum Zeitpunkt des Trainings habe es ein paar Wolken und leichten Regenfall gegeben. Die Flüge bei Nacht gehörten zum normalen Übungsprogramm, sagte Kellogg.

Die Hubschrauber der Modelle UH-60 Black Hawk werden seit den 1970er Jahren vom Hersteller Sikorsky gebaut. Weltweit sind mehr als 3000 von ihnen im Einsatz, allein die US-Armee besitzt 2300. Im April hatte es einen Absturz des gleichen Helikopter-Typs gegeben. Bei dem Crash auf einem Golfplatz in Maryland war ein Crewmitglied ums Leben gekommen, zwei weitere wurden verletzt.

(das/ap)
 
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