Bei falscher Wahrsagerei: Hexen sollen Strafen zahlen
zuletzt aktualisiert: 08.02.2011 - 15:44Bukarest (RPO). Hexen in Rumänien sollen in Zukunft Strafen zahlen, wenn ihre Vorhersagen nicht eintreffen. Über einen entsprechenden Gesetzentwurf verhandelt das Parlament in Bukarest.
Erst vor einem Monat hatte das Parlament entschieden, dass auch Hexen Steuern zahlen müssen. Die erneute Gesetzesänderung wurde in der vergangenen Woche bereits vom Senat angenommen und muss nun noch vom Finanz- und Arbeitsausschuss des Unterhauses abgesegnet werden. Sollten die Politiker zustimmen, drohen den Zauberinnen in Zukunft hohe Geld- oder sogar Haftstrafen.
"Die Karten verdammen"
Die Hexen argumentieren, sie sollten nicht für das Versagen ihrer Mittel verantwortlich gemacht werden. "Die Regierung sollte nicht die Hexen, sondern die Karten verdammen," sagte Oberhexe Bratara Buzea einer Nachrichtenagentur. Zudem gäben viele Kunden falsche Namen und Daten an.
Aberglaube ist in Rumänien weit verbreitet. Auch Regierungsbeamte haben in der Vergangenheit die Kräfte der Hexen in Anspruch genommen, um der Wirtschaft auf die Sprünge zu helfen und Steuerflucht zu bekämpfen. Als Reaktion zur ersten Gesetzesänderung im Januar schütteten aufgebrachte Hexen giftige Alraunwurzel in die Donau, um die Regierung zu verhexen.
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