Das Wissen britischer Schulkinder: "Hitler war ein Fußballtrainer"
zuletzt aktualisiert: 06.11.2009 - 18:46Düsseldorf (RPO). Erschreckende Untersuchung: Viele britische Kinder sind in Sachen Geschichte nicht auf der Höhe. Einige halten Adolf Hitler für einen deutschen Fußballtrainer und den Holocaust für eine Feier zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Das ergab eine Umfrage unter 2000 Schülern zwischen neun und 15 Jahren.
Am 11. November gedenken die Briten am „Rememberance Day“ den Gefallenen der Weltkriege. Damit dieser brutale Teil der Menschheitsgeschichte nicht in Vergessenheit gerät, hat die britische Kriegsveteranen-Stiftung Erskine die Umfrage durchgeführt. Die Schüler sollten Fragen zu den Schlüsselworten des Zweiten Weltkrieges beantworten, zu Daten, Personen und Ereignissen. Das Ergebnis schockiert die Briten.
Auschwitz ist ein Themenpark
Eines von 20 Kinder glaubt, Hitler sei ein deutscher Fußballtrainer gewesen. Ebenso viele sagten, der Holocaust war eine Feier zum Kriegsende. Und einer von sechs der befragten Schüler hält das Konzentrationslager Auschwitz für eine Themenpark über den Zweiten Weltkrieg.
40 Prozent der Kinder wussten nicht, wann der „Remembrance Day“ begangen wird – und 12 Prozent hielten das Markenzeichen von McDonalds, das goldene M, für das Symbol des Tages.
Einer von 20 glaubte, mit "SS" sei "Secret Seven" gemeint, eine Kinderbuch-Serie der Autorin Enid Blyton. Nur die Hälfte wusste, dass „D-Day“ die Invasion der Normandie beschreibt. Ein Viertel glaubt, dass eine Atombombe auf Pearl Harbour geworfen wurde und das Einschreiten der Amerikaner in den Krieg auslöste.
"Einige der Antworten der Umfrage haben uns geschockt", sagt Major Jim Panton, Vorsitzender der Wohltätigkeitsorganisation Erskine, in der britischen „Daily Mail“. Aber es habe auch positive Ergebnisse gegeben: "Ein Großteil der Schüler möchte mehr über die Weltkriege in der Schule lernen." Das ist offenbar nötig, und sicher nicht nur in Großbritannien.
„Schulkinder sind die Zukunft des Landes und es ist wichtig, dass wir ihnen dabei helfen, mehr über unsere Geschichte zu lernen“, erklärte Panton.
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