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27.000 Erkrankte
HIV-Epidemie in viertgrößter Stadt Russlands

HIV-Epidemie in viertgrößter Stadt Russlands
Vor allem das "Recyceln" benutzter Nadeln ist ein Risiko für eine Ansteckung mit dem HI-Virus. FOTO: rtr, JNA/JS
Jekaterinburg . In Russlands viertgrößter Stadt Jekaterinburg soll fast jeder 50. Einwohner das HI-Virus in sich tragen. Die Millionenstadt leide unter einer HIV-Epidemie, sagte die stellvertretende regionale Gesundheitsministerin Tatiana Sawinowa.

Bei einer Bevölkerung von 1,5 Millionen Menschen trügen 27.000 davon das Virus in sich, sagte Sawinowa russischen Medienberichten zufolge. Das entspricht 1,8 Prozent der Gesamteinwohnerzahl von Jekaterinburg.

Neuerkrankungen nehmen rasant zu

Russland kämpft gegen eine schnell wachsende Zahl von HIV-Neuinfektionen. Einige vorbeugende Maßnahmen, die in anderen Teilen der Welt üblich sind, sind in dem Land verboten.

Rund 800.000 Russen leben offiziell mit HIV. Da das Bewusstsein für das Virus in Russland aber nur gering ist, gehen Gesundheitsexperten und Regierungsbeamte davon aus, dass es fast 1,5 Millionen Infizierte gibt. Im Jahr 2015 wurden 100.000 neue Fälle gemeldet. Die Mehrheit der Neuinfektionen sind die Folge von intravenösem Drogenkonsum, doch auch Sex von Heterosexuellen gilt zunehmend als Übertragungsquelle.

(bur/ap)
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