49 Luxusvillen zerstört: Hollywood-Stars fliehen vor dem Feuer
zuletzt aktualisiert: 25.11.2007 - 13:47Los Angeles (RPO). Einen Monat nach den verheerenden Waldbränden in Kalifornien sind die Hollywood-Stars des Promi-Ortes Malibu vor der neuen Feuerbrunst geflohen. Etwa 14.000 Menschen, unter ihnen auch die Schauspieler Matthew McConaughey und Minnie Driver, mussten ihre Häuser verlassen. Bislang wurden 49 millionenteure Villen durch die Flammen zerstört.
Angesichts der neuen Feuerbrunst verhängte Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger laut einem Bericht der "Los Angeles Times" den Notstand. Mehr als 1880 Hektar Land wurden verbrannt. Unter den zerstörten Gebäuden waren 49 millionenteure Villen, 27 weitere wurden nach Angaben der Feuerwehr von Los Angeles durch die Feuer beschädigt. Diese wurden von umlaufenden Winden mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometern pro Stunde angeheizt und waren deshalb zunächst kaum unter Kontrolle zu bekommen.
Am Abend ließen die Winde etwas nach. Die Feuerwehr ging davon aus, die Flammen bei günstigen Wetterbedingungen am Sonntag zur Hälfte löschen zu können. Aufgrund der Wettervorhersagen sei er sehr zuversichtlich, sagte Michael Freeman, Chef der Feuerwehr von Los Angeles.
Er erwarte jedoch, dass die Löschkräfte mindestens fünf Tage bräuchten, um die neuen Brände in dem nördlich von Los Angeles gelegenen Küstenort völlig unter Kontrolle zu bekommen. "Wir müssen sehr dankbar sein, dass sich die Winde abgeschwächt haben", betonte Freeman. "Es hätte noch viel, viel schlimmer sein können."
Gut 1700 Feuerwehrmänner waren im Kampf gegen die Brände im Einsatz. Sie wurden unterstützt von zahlreichen Löschflugzeugen und Hubschraubern. Bei den Löscharbeiten seien sechs Männer leicht verletzt worden, teilte die Feuerwehr mit.
Die Ursache für das Feuer war laut Freeman zunächst unklar. Der Brand sei am Samstagmorgen gegen 03.30 Uhr Ortszeit im Corral Canyon nahe Malibu ausgebrochen. Daraufhin verbreiteten sich die Flammen sehr schnell. Freeman sprach den Betroffenen sein Beileid aus. Es habe zumindest keine Toten gegeben - "und ein Haus kann wieder aufgebaut werden".
In Malibu wohnen unzählige Hollywood-Stars, unter ihnen Jennifer Aniston, Bill Murray, Tom Hanks und Nick Nolte. Nach Berichten lokaler Medien mussten unter anderem McConaughey und seine Kollegin Driver ihre Villen verlassen. Das 10,5 Millionen Dollar (rund sieben Millionen Euro) teure Heim des Red-Hot-Chili-Peppers-Bassisten Flea wurde von den Bränden zerstört.
Der Küstenort war bereits vor einem Monat von schweren Waldbränden in Kalifornien besonders betroffen. Der Bundesstaat leidet unter extremen Wetterbedingungen: In Los Angeles beispielsweise hat es in diesem Jahr so wenig geregnet wie noch nie seit Beginn der Messungen vor 130 Jahren. In den ersten sechs Monaten fielen nur 8,15 Zentimeter Regen, das entspricht einem Fünftel des Durchschnittswertes.
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