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Unglück in Norwegen
Behörden gehen von 13 Toten bei Hubschrauberabsturz aus

Hubschrauberabsturz in Norwegen: Behörden gehen von 13 Toten bei Hubschrauberabsturz aus
Rettungskräfte sind an der Unglücksstelle eingetroffen. FOTO: dpa, rn jak
Oslo . Vor der Westküste Norwegens sind beim Absturz eines Hubschraubers vermutlich alle 13 Insassen ums Leben gekommen.

Rettungskräfte bargen nach dem Unglück vom Freitag elf Leichen und stellten die Suche nach zwei Vermissten Stunden später ein. Man gehe davon aus, dass auch sie ums Leben gekommen seien, hieß es. Der Helikopter hatte sich auf dem Rückflug von einer Ölbohrinsel in der Nordsee nach Bergen befunden, als er kurz vor dem Ziel auf der vorgelagerten Insel Turøy abstürzte. Die Ursache war noch unklar.

Augenzeugen berichteten von einer gewaltigen Explosion und einer dichten Rauchwolke. Die norwegische Luftfahrtbehörde verhängte nach dem Unglück ein Startverbot für alle Hubschrauber vom gleichen Typ, dem Airbus EC225LP.

Elf der Insassen waren Arbeiter des norwegischen Öl- und Gaskonzerns Statoil, die auf der Ölbohrinsel Gullfaks B rund 120 Kilometer nordwestlich von Bergen im Einsatz gewesen waren, wie der TV-Sender NRK meldete. Unter ihnen seien auch ein Brite und ein Italiener, alle anderen Insassen stammten aus Norwegen.

Polizeisprecher Morten Kronen sagte, der Hubschrauber sei "total zerschmettert". Jon Sjursø, ein Sprecher des norwegischen Rettungszentrums, berichtete, die Rotorenblätter seien auf der kleinen Insel gefunden worden, während sich andere Teile im Meer befunden hätten. "Es ist eine sehr kleine Insel", sagte er.

Statoil teilte mit, es habe neben Rettungsteams auch Psychologen für die Betreuung der Angehörigen nach Bergen geschickt. Britische Spezialermittler wurden zur Untersuchung der Unglücksursache hinzugezogen und sollten am Samstag nach Norwegen kommen.

Norwegische Medien stellten Fotos von einer riesigen Rauchwolke ins Internet. Augenzeugin Rebecca Andersen sagte der Zeitung "Verdens Gang", dass die Rotorenblätter des Helikopters auf sie und ihre Begleiter zugekommen seien. "Dann hörten wir eine gewaltige Explosion", zitierte die Zeitung sie.

(felt/ap)
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