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Unwetter-Katastrophe: Hunderte Tote durch Fluten in Afrika

zuletzt aktualisiert: 18.09.2007 - 19:12

Genf/Dakar (RPO). Mehr als 270 Menschen sind in Afrika durch die schlimmsten Überschwemmungen seit Jahrzehnten ums Leben gekommen. Am stärksten betroffen ist der Sudan, wo 64 Menschen direkt infolge der Unwetter umkamen, weitere 49 durch die davon ausgelöste Ausbreitung der Cholera.

Diese Menschen in Kenia flüchten vor den Fluten.  Foto: AP, AP
Diese Menschen in Kenia flüchten vor den Fluten. Foto: AP, AP

Die internationalen Hilfsorganisationen mussten ihre Angaben zu der Unwetter-Katastrophe, von der in Afrika mehr als ein Dutzend Länder betroffen sind, am Dienstag stündlich nach oben korrigieren. Das Auswärtige Amt stockte seine humanitäre Hilfe auf 430.000 Euro auf. Das UN-Koordinierungsbüro OCHA in Genf und Hilfsorganisation wie die Caritas riefen zu Spenden auf.

"Die Überschwemmungen erstrecken sich mehr oder weniger von der Atlantik-Küste bis zum Roten Meer", sagte die Sprecherin des UN-Büros für die Koordination humanitärer Angelegenheiten (OCHA), Elisabeth Byrs. Die Vereinten Nationen warnten, neue Regenfälle könnten die Situation in den nächsten Tagen weiter verschärfen. Die seit Juni andauernden ungewöhnlich schweren Regenfälle bedrohten rund eine Million Menschen. Stark betroffen sind nach UN-Angaben unter anderem Regionen in den westafrikanischen Republiken Nigeria und Ghana sowie im ostafrikanischen Uganda.

Allein in Ghana starben laut OCHA 32 Menschen, 260.000 mussten sich vor den Fluten in Sicherheit bringen. Auch erste Fälle von Durchfallerkrankungen gebe es dort bereits, sagte Byrs. Brücken, Häuser und die Ernte seien zerstört, die örtlichen Behörden hätten den Notstand ausgerufen.

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) forderte rund 43 Millionen Euro Hilfe für Uganda an. Dort seien durch die Überschwemmungen und die zahlreichen Flüchtlinge aus der Demokratischen Republik Kongo insgesamt 1,7 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. Die Bevölkerung benötige vor allem Unterkünfte, Nahrungsmittel und sauberes Wasser.

Quelle: afp

 
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