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Terror in Ägypten
Angreifer stechen drei Touristen im Hotel nieder

Hurghada: Angreifer stechen drei Touristen im Ferienhotel nieder
Das "Bella Vista Hotel" wurde zum Ziel des Angriffs. FOTO: dpa, pt
Hurghada. Ein Touristenhotel im beliebten ägyptischen Ferienort Hurghada ist zum Ziel eines Anschlags von mutmaßlichen Islamisten geworden. Drei Urlauber wurden verletzt, darunter zwei aus Österreich. 

Mutmaßliche Extremisten haben am Freitag ein Hotel im ägyptischen Badeort Hurghada angegriffen und dort drei Touristen niedergestochen und verletzt. Zwei der Urlauber stammten aus Österreich, der dritte aus Schweden, wie das Innenministerium mitteilte. Zunächst hatten die Behörden berichtet, bei den Opfer hätte es sich um einen Deutschen und einen Dänen gehandelt.

Einer der beiden Angreifer wurde den Angaben zufolge von Sicherheitskräften erschossen, der zweite wurde ebenfalls verletzt.
Wie das Innenministerium weiter mitteilte, kamen die Männer mit Messern auf die Außenterrasse des Restaurants des Vier-Sterne-Hotels Bella Vista am Roten Meer und attackierten die Touristen, die dort gerade zu Abend aßen. Neben Messern hatten sie demnach auch Luftgewehre dabei.

Ein anwesender Hotelmitarbeiter sagte, die Angreifer hätten sich von einem Hotel nebenan über den Strand auf das Gelände geschlichen.
Offenbar habe einer von ihnen während der Attacke eine Touristin als Geisel nehmen wollen, die Frau in die Hotellobby gezerrt und dabei ein Messer an ihren Hals gehalten. Doch sei er von einem Polizisten schließlich erschossen worden, sagte der Zeuge.

Einer der Verletzten konnte nach kurzer Behandlung wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Über das Befinden der anderen beiden Touristen lagen keine genauen Angaben vor. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums, Chaled Megahed, sagte lediglich, der Zustand aller drei Verletzten sei "nicht ernst."

Einer der beiden Angreifer wurde als 21-jähriger Student aus Giseh identifiziert. Dort war es erst am Donnerstag zu einem weiteren Angriff auf ein Touristenhotel in der Nähe der Pyramiden gekommen.
Dabei wurde nach offiziellen Angaben niemand verletzt. Ein ägyptischer Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat bekannte sich zu der Tat.

Die neuen Angriffe sind ein weiterer schwerer Schlag für die ägyptische Tourismusindustrie, die bereits seit Jahren unter der zunehmenden Aktivität islamischer Extremisten auf der Halbinsel Sinai zu leiden hat. IS-Anhänger bekannten sich auch dazu, für den Absturz des russischen Touristenfliegers Ende Oktober verantwortlich zu sein, bei dem 224 Menschen ums Leben kamen.

(pst/AP)
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